Abteikirche


Beten
Beten

Meine Burg ist der Herr,
mein Gott ist der Fels
meiner Zuflucht

Ps 94,22



Ora et labora - Bete und arbeite,

 die Kurzformel benediktinischen Lebens besagt, daß Gott, der Schöpfer und Herr des Lebens, im Mittelpunkt unseres Denkens und Tuns steht. Deshalb ist das Leben des Mönches vom Gebet getragen und durchdrungen. Es ist seine höchste Aufgabe, Gott, den Schöpfer, zu loben und ihm zu danken.

Das Stundengebet ist nicht nur Lob- und Dankgebet, sondern auch stellvertretende Bitte für alle Menschen. Das gemeinsame Chorgebet beansprucht etwa drei Stunden des Tages. Es umspannt, gliedert und weiht den klösterlichen Tagesablauf. Es beginnt um fünf Uhr mit dem Morgenlob, erreicht seinen Höhepunkt in der Eucharistiefeier, klingt ab in der gesungenen Vesper am Spätnachmittag und schließt abends mit der Komplet. Danach herrscht die große Stille der Nacht.

Die Arbeit ist der zweite Grundpfeiler des benediktinischen Lebens. Für Benedikt ist die Arbeit kein Gegensatz zum Gebet, sondern ihre Fortsetzung in den Alltag hinein.

In seiner Regel schreibt er dazu: "Müßiggang ist der Feind der Seele. Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit, zu bestimmten Zeiten mit heiliger Lesung beschäftigt sein." (RB 48, 1).

Die Art der Tätigkeit richtet sich nach den Erfordernissen der Gemeinschaft und auch nach den Anlagen und Fähigkeiten des einzelnen.