Zeiten des Schweigens
und der Sammlung,
geistliche Lesung und Meditation,
das gemeinsame Chorgebet und die Eucharistiefeier
sowie die Gemeinschaftserfahrung ermöglichen es dem Mönch,
auf seinem Weg der Gott - Suche voranzuschreiten.
Im 6. Kapitel seiner Regel beschreibt Benedikt die in allen Religionen
und christlichen Orden bekannte und wichtige Übung der Schweigsamkeit
(De taciturnitate). Es gibt das äußere (kontrollierbare)
und das innere Schweigen der Gedanken und Emotionen.
Der Mönch und der geistliche Mensch überhaupt soll in die innere Stille
und den Daseinsbereich der Ruhe hineinwachsen (Hesychia),
der eine neue Qualität des menschlichen Lebens und seiner Reifung bedeutet.
RB 6,2: Man soll der Schweigsamkeit zuliebe bisweilen
sogar auf gute Gespräche verzichten.