Supervision

verstehen | entwickeln | stärken

Wassertropfen auf Kohlblatt

Wer gesammelt in die Tiefe geht,
der sieht auch die kleinen Dinge in großen Zusammenhängen. (Edith Stein)

Arbeitsweise und Angebote

Meine Arbeitsweise basiert auf der personenzentrierten Grundhaltung. Mit der Beachtung von psychoanalytischen/ gruppendynamischen und systemischen Phänomenen gewichte ich mein supervisorisches Handeln nach dem Konzept der Organisationssupervision. Dabei werden u.a. die institutionellen Arbeitsstrukturen sowie die Psychodynamik von KlientInnen und der Organisation mit den jeweiligen kulturellen-, berufs- und gesellschaftspolitischen Hintergründen beleuchtet.

Anlassbezogen ist Supervision z.B. sinnvoll bei der Übernahme neuer Aufgaben, bei Tätigkeiten mit massiven Belastungen oder in der Freiwilligenarbeit; auch zur Klärung beruflicher Rollen oder bei Fragen zur Teamentwicklung, um die berufliche Wirklichkeit besser zu verstehen, die wertschätzende Kommunikation zu fördern und auch eine neue Balance zwischen Arbeits- und Lebenswelt zu erzielen.

Meine Angebote im Setting von Einzel-, Gruppen-, Team- oder Leitungssupervision (Coaching) richten sich an MitarbeiterInnen, Ehrenamtliche und Führungskräfte im kirchlichen und pastoralen Dienst, in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie den Bereichen der Sozialarbeit und Sozialpsychiatrie.

Supervision – kurz und bündig

Supervision ist eine professionelle, personenbezogene Methode, um das berufliche/ehrenamtliche Handeln mit dem Ziel der Qualitätssicherung zu reflektieren. Dies vollzieht sich in einem Prozess mit Rahmenvertrag (Auftrag, Ziele), bei dem aktuelle Situationen aus der Distanz bearbeitet werden, um Handlungsmöglichkeiten zu entdecken, die die berufliche Kompetenz und Zufriedenheit fördern.

Die Anfänge der Supervision (super videre = darüber schauen) sind in der fürsorgenden Sozialarbeit Ende des 19 Jhd. in den USA zu finden. Zur Bewältigung der sozialen Armut wurden den damals ehrenamtlich engagierten Helferinnen bezahlte Aufsichtspersonen zur Seite gestellt, um zur optimalen Erfüllung des sozialen Auftrags beizutragen und seinen Anforderungen gerecht zu werden.

Supervision hat sich entlang der berufs- und gesellschaftspolitischen Veränderungen und der Entstehung therapeutischer Verfahrensweisen (analytisch, personenzentriert, systemisch etc.) zu einem eigenen Beratungsformat entwickelt. Dabei nehmen SupervisorInnen die Rolle des Anleiters bzw. der Anleiterin zur Reflexion unter den Gesichtspunkten von Qualität, Kontrolle und Lernen ein.

Heute ist Supervision ein anerkannter Beruf. Für die Ausbildung gibt es standardisierte Einrichtungen sowie Berufsverbände (ÖVS, DGSv etc.), die europaweit vernetzt sind (ANSE). Diese haben sich auf die verbindliche Einhaltung von Qualitätsstandards (Kontrollsupervision, Fortbildung), Achtung der ethischen Richtlinien (Verschwiegenheit) und das Betreiben von Supervisionsforschung verständigt.

P. Severin Stenkamp OSB

Br. Severin Stenkamp OSB

  • geb. 1966 in Hamminkeln-Dingden (NRW)
  • Diplomtheologe und Supervisor (MSc)
  • Berufserfahrungen in der caritativen/psychiatrischen Sozialarbeit und Krankenhausseelsorge
  • Weiterbildung Klinische Seelsorgeausbildung DGfP/Sektion KSA

Kontakt

P. Severin Stenkamp OSB
Supervisor (ÖVS)
Abteistraße 2, 88631 Beuron
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