Dort, wo die junge Donau am schönsten ist,
wo sie sich durch einen Märchengarten burgengekrönter,
bizarrer Kalksteinfelsen gegraben hat, hineingebettet in das
saftige Grün der Buchenwälder, die im Herbst farbenprächtig entflammen -
dort liegt - donauumrundet, Kloster Beuron.
Die reizvolle Wanderroute entlang der Flußschleifen trägt den Namen
"Tal der Mönche" und beschreibt den Streckenabschnitt vom mittelalterlichen
Städtchen Fridingen flußabwärts Richtung Sigmaringen.
Herzstück sind die denkmalgeschützten klösterlichen Anlagen.
Schmückender Rahmen Ritterburgen und Fürstenschlösser: Burg Kallenberg,
Schloß Bronnen, Burg Wildenstein - zur Jugendherberge ausgebaut;
Schloß Werenwag, bewohntes Domizil derer von Fürstenberg;
die Ruinen von Schloß Hausen und Falkenstein.
Sie alle und viel andere mehr haben ihre eigenständige reizvolle Geschichte,
geben Zeugnis von der Bedeutung vergangener Zeiten und machen den Besuch der
Erzabtei St. Martin und ihrer Umgebung zum unvergeßlichen Erlebnis.
Höhlen und Felsendome führen noch weiter zurück in die frühe Menschheitsgeschichte:
die Jägerhaushöhle beispielsweise als eine der umfassendsten mittelsteinzeitlichen
Anlagen Mitteleuropas.
Bemerkenswert in der Kunst- und Kulturgeschichte die zum Kloster
gehörige Domäne St. Maurus mit der gleichnamigen Kapelle als einem
der wenigen gut erhaltenen, mittlerweile auch frisch renovierten "Dokumente"
des Wirkens der "Beuroner Kunstschule".
Hier, am langjährigen Sommer- und Wohnsitz der Landesfürstin Katharina
von Hohenzollern-Sigmaringen, umgibt und behütet ein Naturparadies die
so eigenständige und einmalige Sakralkunst. Von hier aus dem eigenen
kleinen Elektrizitätswerk - ein technisches Museumsstück an sich -
bezieht das Kloster seinen Strom.
Das "Tal der Mönche" bewahrt zwischen Felsengipfeln und Talgrund einen noch
unversehrten Artenreichtum an Pflanze und Tier, der zum Schauen und Staunen einlädt.
Hier darf man ein Stück "Schöpfungsgeschichte" erleben, einen Ort der Stille
und Kontemplation, in dem sich Wirken und Walten der klösterlichen Gemeinschaft
über die Zeiten hinweg entfalten und erhalten konnte.