28.
Sonntag im Jahreskreis
A
Alle
Freude ist im Grunde nur Vorfreude, wie alle Schönheit ein Gleichnis ist:
Abglanz des Bleibenden und Unterpfand der Hoffnung. Das festliche Mahl, das wir
feiern, ist Zeichen und Anfang ewiger Freude. Und selbst im Leid lebt die
Ahnung, dass eine liebende Hand einmal alle Tränen trocknen wird.
Eröffnungsvers
Ps
130 (129), 3-4
Würdest
du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr,
wer könnte bestehen?
Doch
bei dir ist Vergebung, Gott Israels.
Tagesgebet
Herr,
unser Gott,
deine
Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit
wir dein Wort im Herzen bewahren
und
immer bereit sind, das Gute zu tun.
Darum
bitten wir durch Jesus Christus.
Zur
1. Lesung Im
Gericht über die widergöttlichen Mächte und in der Rettung der Erwählten
offenbart Gott seine Herrlichkeit. Ein Bild der Freude über das Heil, das Gott
schenken will, ist das Festmahl, zu dem er alle Völker einlädt. Alle Völker:
auch die Heiden sind - zusammen mit dem Volk Israel - Mitbürger der Heiligen
und Miterben derselben Verheißung.
1.
Lesung Jes
25,
6-10a
Der
Herr wird für alle Völker ein Festmahl geben; er wird die Tränen abwischen
von jedem Gesicht
Lesung
aus dem Buch Jesaja
An jenem Tag
6wird
der Herr der Heere auf diesem Berg - dem Zion - für alle Völker ein Festmahl
geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten
und feinsten Speisen, mit besten, erlesenen Weinen.
7Er
zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die
Decke, die alle Völker bedeckt.
8Er
beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem
Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. Ja,
der Herr hat gesprochen.
9An
jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere
Hoffnung gesetzt, er wird uns retten. Das ist der Herr, auf ihn setzen wir
Hoffnung. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat.
10aJa,
die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg.
Antwortpsalm
Ps 23 (22), 1-3.4.5.6 (R: vgl. 6b)
R Im
Haus des Herrn darf ich wohnen
(GL 527, 4)
für immer und ewig. -
R
1
Der Herr ist mein
Hirte, nichts wird mir fehlen.
VIII. Ton
2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und
führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
3 Er stillt mein Verlangen;
er
leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. -
(R)
4 Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn
du bist bei mir
dein
Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. -
(R)
5 Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher. -
(R)
6 Lauter Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn
darf
ich wohnen für lange Zeit. -
R
Zur
2. Lesung Der
Apostel
Paulus hat Wert darauf gelegt, von niemand abhängig zu sein, er hat aber die
Hilfe der Gemeinde von Philippi angenommen. Sein Dank an die Spender ist Dank an
Gott, der ihnen die Gnade des Schenkens gegeben hat. „M
e i n Gott“, sagt Paulus hier, und das ist sein Geheimnis. In Not und Gefahr
erfährt er die Macht und Liebe „seines“
Gottes.
2.
Lesung Phil
4, 12-14.19-20
Alles
vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt
Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper
Brüder!
12Ich weiß, Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: In Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung.
13Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.
14Trotzdem habt ihr recht daran getan, an meiner Bedrängnis teilzunehmen.
19Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken.
20Unserem
Gott und Vater sei die Ehre in alle Ewigkeit! Amen.
Ruf
vor dem Evangelium
Vers:
vgl.
Eph 1, 17-18
Halleluja.
Halleluja.
Der Vater unseres Herrn Jesus Christus
erleuchte die Augen unseres Herzens,
damit
wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Halleluja.
Zum
Evangelium Das
Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl, scheinbar voller Rätsel und
Widersprüche, spricht von Gottes Freigebigkeit und Geduld, aber auch von seinem
Zorn über das Verhalten der Eingeladenen. Sie nehmen die Einladung nicht an,
die Einladung zum Fest und zur Freude. Alles ist bereit, alles ist umsonst zu
haben, aber eines ist notwendig: dass die Menschen die Gabe Gottes annehmen,
darüber froh werden und dafür danken.
Evangelium Mt
22,
1-14
Ladet
alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein!
+ Aus
dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit
1erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis:
2Mit
dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes
vorbereitete.
3Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.
4Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!
5Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden,
6wieder
andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um.
7Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen.
8Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert, eingeladen zu werden.
9Geht
also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.
10Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
11Als
sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen,
bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte.
12Er
sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen?
Darauf wusste der Mann nichts zu sagen.
13Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.
14Denn
viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.
Oder:
Kurzfassung
Mt
22,
1-10
Ladet
alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein!
+ Aus
dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit
1erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis:
2Mit
dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes
vorbereitete.
3Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.
4Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!
5Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden,
6wieder
andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um.
7Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen.
8Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert, eingeladen zu werden.
9Geht
also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.
10Die
Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten zusammen, die sie trafen, Böse
und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
Zur
Eucharistiefeier Die
Einladung zum Fest und zur Freude kommt uns nicht immer gelegen. Und die
Gesellschaft, in der wir uns dann finden, ist nicht immer wunderbar. Aber die
Einladung gilt. Wer nein sagt, zu dem müsste auch Gott schließlich nein sagen.
Er aber will ja sagen zu jedem von uns.
Gabengebet
Herr
und Gott
nimm
die Gebete und Opfergaben
deiner
Gläubigen an.
Lass
uns diese heilige Feier
mit
ganzer Hingabe begehen,
damit
wir einst das Leben
in
der Herrlichkeit des Himmels erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Präfationen
für die Sonntage im Jahreskreis
Kommunionvers
Ps
34 (33), 11
Reiche
müssen darben und hungern.
Wer
aber den Herrn sucht, braucht kein Gut zu entbehren.
Oder:
Vgl. 1 Joh 3, 2
Wenn
der Herr offenbar wird, werden wir ihm ähnlich sein;
denn
wir werden ihn sehen, wie er ist.
Schlussgebet
Allmächtiger
Gott
in
der heiligen Opferfeier
nährst
du deine Gläubigen
mit
dem Leib und dem Blut deines Sohnes.
Gib
uns durch dieses Sakrament auch Anteil
am
göttlichen Leben.
Darum
bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Für
den Tag und die Woche
Fest ohne Ende Es gibt kein Fest ohne brüderliche Gemeinschaft mit anderen Menschen. Das, was wir im Fest preisen, muss auf sinnlich-leibliche Weise Gestalt annehmen in Spiel, Tanz, Gesang und in der Musik, in symbolischen Zeichen und Bildern.
Gelingt
es uns, den Gottesdienst wieder als Fest zu begehen, dann strahlt er auch in den
Alltag hinein, dann kann unser ganzes Leben ein Fest mit dem Auferstandenen
sein, dann setzt sich der Gottesdienst in unserem täglichen Leben fort, er kann
unsere Mahlzeiten und die Begegnungen mit dem Mitmenschen prägen und beseelen.
Dann ist unser Leben ein Fest ohne Ende. (Ralph
Sauer)