Sonntag nach Pfingsten

Dreifaltigkeitssonntag  C

Hochfest

 

Wir machen das Kreuzzeichen und sagen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Was hat das Kreuz mit den drei göttlichen Personen zu tun? Es ist das Zeichen des Sohnes, des Menschensohnes, der am Kreuz für uns starb. Im Sohn wohnt die Fülle der Gottheit; der Vater ist im Sohn und der Sohn im Vater durch den heiligen Geist. Der Heilige Geist ist auch die innige Zuwendung Gottes zu seiner Schöpfung, er ist die wesentliche Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.

 

 

Eröffnungsvers

Gepriesen sei der dreieinige Gott:

der Vater und sein eingeborener Sohn

und der Heilige Geist;

denn er hat uns sein Erbarmen geschenkt.

 

Ehre sei Gott

 

 

Tagesgebet

Herr, himmlischer Vater,

du hast dein Wort und deinen Geist

in die Welt gesandt,

um das Geheimnis des göttlichen Lebens

zu offenbaren.

Gib, dass wir im wahren Glauben

die Größe der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen

und die Einheit der drei Personen

in ihrem machtvollen Wirken verehren.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur 1. Lesung  Das Alte Testament spricht vom lebendigen Gott; sein Wort, sein Geist und seine Weisheit durchdringen die Schöpfung und bestimmen die Geschichte der Menschen. In der Lesung aus dem Buch der Sprichwörter wird die Weisheit als redende Person eingeführt, deren Ursprung in die Ewigkeit Gottes hineinreicht. Sie ist von Anfang an bei Gott, aber sie ist auch in der Welt und bei den Menschen. Der Apostel Paulus wird Christus, den Gekreuzigten, „Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ nennen. (1 Kor 1,24).

 

 

ERSTE Lesung

Spr 8, 22-31

Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter

So spricht die Weisheit Gottes:

22Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit;

23in frühester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde.

24Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen.

25Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln wurde ich geboren.

26Noch hatte er die Erde nicht gemacht und die Fluren und alle Schollen des Festlands.

27Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abmaß über den Wassern,

28als er droben die Wolken befestigte und Quellen strömen ließ aus dem Urmeer,

29als er dem Meer seine Satzung gab und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften,

30als er die Fundamente der Erde abmaß, da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit.

31Ich spielte auf seinem Erdenrund, und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.

 

 

Antwortpsalm

Ps 8, 4-5.6-7.8-9 (R: 10)

          R Herr, unser Herrscher,

(GL neu 51, 1)

          wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!. - R[1]

4        Seh‘ ich den Himmel, das Werk deiner Finger,

I. Ton

          Mond und Sterne, die du befestigst:

5        Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,

          des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

6        Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,

          hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.

7        Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,

          hast ihm alles zu Füßen gelegt:

8        all die Schafe, Ziegen und Rinder

          und auch die wilden Tiere,

9        die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,

          alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht. - R

 

 

Zur 2. Lesung  Wir werden von Gott anerkannt und angenommen nicht wegen unserer Leistungen, sondern weil er selbst uns „gerecht“ macht, wenn wir uns an Jesus Christus halten, der für uns gestorben und von den Toten auferstanden ist. Gott liebt uns: dass wir es glauben und darauf vertrauen können, das bewirkt in uns die Kraft des Heiligen Geistes, den wir in der Taufe empfangen haben.

 

 

ZWEITE Lesung                                                                                       Röm 5, 1-5

Wir haben Frieden mit Gott durch Jesus Christus in der Liebe, die ausgegossen ist durch den Heiligen Geist

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Brüder!

1Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.

2Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.

3Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld,

4Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.

5Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: vgl. Offb 1, 8

Halleluja. Halleluja.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Ehre sei dem einen Gott,

der war und der ist und der kommen wird.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium Die Zeit nach Ostern/Pfingsten ist die Zeit des Heiligen Geistes und die Zeit der Kirche. Der Heilige Geist wird Christus, den Sohn, „verherrlichen“: seine göttliche Sendung sichtbar machen und sein Werk vollenden. Er wird zu allen Zeiten die Jünger an das erinnern, was Jesus gesagt und getan hat; er wird sie immer tiefer in die Wahrheit Gottes hineinführen. Mit dem Weggang Jesu ist die Offenbarung also nicht abgeschlossen; die Geistsendung an Pfingsten war ein neuer Anfang.

 

 

Evangelium

Joh 16, 12-15

Alles, was der Vater hat, ist mein. Der Geist wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

12Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.

13Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.

14Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.

15Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

 

Glaubensbekenntnis

Fürbitten: Im Jahreskreis

 

 

Zur Eucharistiefeier „Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir, und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.

Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ (Joh 14,20-21)

 

 

Gabengebet

Gott, unser Vater,

wir rufen deinen Namen an über Brot und Wein.

Heilige diese Gaben

und nimm mit ihnen auch uns an,

damit wir dir auf ewig gehören.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Präfation von der Heiligsten Dreifaltigkeit

Das Geheimnis des einen Gottes in drei Personen

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist bist du der eine Gott und der eine Herr, nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in den drei Personen des einen göttlichen Wesens. Was wir auf deine Offenbarung hin von deiner Herrlichkeit glauben, das bekennen wir ohne Unterschied von deinem Sohn, das bekennen wir vom Heiligen Geiste. So beten wir an im Lobpreis des wahren und ewigen Gottes die Sonderheit in den Personen, die Einheit im Wesen und die gleiche Fülle in der Herrlichkeit. Dich loben die Engel und Erzengel, die Kerubim und Serafim. Wie aus einem Mund preisen sie dich Tag um Tag und singen auf ewig das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig ...

 

 

Kommunionvers

Gal 4, 6

Weil ihr Söhne seid,
sandte Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen,
den Geist, der ruft: Abba, Vater.

 

 

Schlussgebet

Herr, unser Gott,

wir haben den Leib

und das Blut deines Sohnes empfangen.

Erhalte uns durch dieses Sakrament

im wahren Glauben und im Bekenntnis

des einen Gottes in drei Personen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Für den Tag und die Woche

Die Nähe Gottes, die die Glaubenden in Jesus Christus erfahren, überbietet alles, was die Menschen vorher von Gott erfahren haben. Man kann es auch so sagen: Gott hat alle seine früheren Offenbarungen überboten durch die letzte Offenbarung in seinem Sohn (vgl. Hebr 1,1-2). Und durch seinen Geist hat Gott die Menschen zu Brüdern seines Sohnes gemacht und zur Gemeinschaft seiner Kinder gesammelt. Diese überwältigende Erfahrung ihres Glauben trieb die Jünger Jesu an, die Offenbarung Gottes zu verkünden und allen Menschen das Heil anzubieten, das in Jesus eröffnet ist. (A. Grillmeier)

 



[1] Der Kehrvers (R) wird nur als Rahmenvers genommen

 

Perikopen

Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite
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Liedvorschläge

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