2. Sonntag im Jahreskreis A

 

Jesus ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt, und er ist der Knecht, den Gott erwählt, in seinen Dienst genommen und zum Licht der Völker gemacht hat. Dass wir sehen und begreifen, was Gott durch Jesus getan hat und dass wir darauf antworten, mit unserem Lied und mit der Tat unseres Lebens, damit ehren wir Gott und helfen ihm, die Welt zu retten..

 

 

Eröffnungsvers

  Ps 66 (65), 4

Alle Welt bete dich an, o Gott, und singe dein Lob,

sie lobsinge deinem Namen, du Allerhöchster.

 

Ehre sei Gott

 

 

Tagesgebet

Allmächtiger Gott,

du gebietest über Himmel und Erde,

du hast Macht über die Herzen der Menschen.

Darum kommen wir voll Vertrauen zu dir;

stärke alle die sich um die Gerechtigkeit mühen,

und schenke unserer Zeit deinen Frieden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur 1. Lesung Das 2. Lied vom Gottesknecht wird am Dienstag in der Karwoche ganz gelesen (s. dort). Jesus verkörpert das wahre Israel und erfüllt dessen Sendung, die Wahrheit Gottes in die Welt zu tragen. Er bringt Rettung und Heil für Israel und für die Völker der Erde. Sein Weg führt durch das Dunkel des Leidens, aber Gott wird ihn nicht verlassen; er wird ihn in Herrlichkeit vollenden.

 

 

ERSTE Lesung

Jes 49, 3.5-6

Ich mache dich zum Licht für die Völker

Lesung aus dem Buch Jesaja

3Der Herr sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.

5Jetzt hat der Herr gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle. So wurde ich in den Augen des Herrn geehrt, und mein Gott war meine Stärke.

6Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.

 

 

Antwortpsalm  

Ps 40 (39), 2 u. 4ab.7-8.9-10 (R: vgl. 8a.9a)

          R Mein Gott, ich komme;

(GL neu 48,1)

          deinen Willen zu tun macht mir Freude. - R  
2        Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn.

I. Ton  

          Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.

4ab    Er legte mir ein neues Lied in den Mund,

          einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. - (R)

7        An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen,

          Brand- und Sündopfer forderst du nicht.

          Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;

8        darum sage ich: Ja ich komme.

          In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist. - (R)

9        Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,

          deine Weisung trag‘ ich im Herzen.

10      Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde,

          meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es. - R

 

 

Zur 2. Lesung Von heute bis zum 8. Sonntag wird der 1. Korintherbrief gelesen; diesen Brief hat der Apostel Paulus zwischen 53 und 55 n. Chr. geschrieben, nur wenige Jahre nach Gründung der Gemeinde. Paulus nennt die Christen Heilige, weil Gott sie durch Christus in seine Nähe gerufen und dadurch geheiligt hat. Nun gehören sie zu den Menschen, die „den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, anrufen“. Dank seiner Berufung ist der Apostel mit dieser Gemeinde eng verbunden, trotz harter Auseinandersetzungen.

 

 

ZWEITE Lesung

1 Kor 1, 1-3

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

1Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Christi Jesu, und der Bruder Sosthenes

2an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, - an die Geheiligten in Christus Jesus, berufen als Heilige mit allen, die den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, überall anrufen, bei ihnen und bei uns.

3Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: Joh 1, 14a.12a

Halleluja. Halleluja.

Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Allen, die ihn aufnahmen,

gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium Drei Aussagen stehen im Zeugnis Johannes des Täufers über Jesus: 1. Jesus ist das Lamm, das die Sünde der Welt hinwegnimmt; 2. der Geist ist auf ihn herabgekommen und auf ihm (in ihm) geblieben; 3. Jesus ist der Erwählte Gottes (der Sohn Gottes). Diese drei Aussagen weisen auf die Gestalt des Gottesknechts beim Propheten Jesaja zurück (vgl. 1. Lesung). Eine innere Stimme sagt dem Täufer, als er Jesus kommen sieht: Er ist es, in ihm erfüllt sich, was die Propheten gesagt haben.

 

 

Evangelium

Joh 1, 29-34

Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit

29sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.

30Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war.

31Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekannt zu machen.

32Und Johannes bezeugte: Ich sah. dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb.

33Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.

34Das habe ich gesehen. und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

 

Glaubensbekenntnis

Fürbitten: Im Jahreskreis

 

 

Zur Eucharistiefeier Jesus ist derKnecht Gottes und das Lamm Gottes. Wir sind zu seinem Mahl geladen (Offb 19,9). Auch wir bezeugen: Er ist der Erwählte Gottes, der Sohn Gottes.

 

 

Gabengebet

Herr,

gib, dass wir das Geheimnis des Altares

ehrfürchtig feiern;

denn sooft wir

die Gedächtnisfeier dieses Opfers begehen,

vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.


Präfationen für die Sonntage im Jahreskreis

 

 

Kommunionvers

Ps 23 (22), 5

Herr, du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.

Du füllst mir reichlich den Becher.

 

Oder:

1 Joh 4, 16

Wir haben die Liebe erkannt und an die Liebe geglaubt,

die Gott zu uns hat.

 

 

SCHLUSSGEBET

Barmherziger Gott,

du hast uns alle

mit dem einen Brot des Himmels gestärkt.

Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,

damit wir ein Herz und eine Seele werden.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

FÜR DEN TAG UND DIE WOCHE

Einverstanden  Die höchste Macht Gottes ist, dass er lieben kann, und keine Liebe weigert sich, für den Geliebten zu leiden ... Deshalb ist das Wappentier Gottes schon vor Grundlegung der Welt nichts weiter als ein verwundetes Lamm. Das Lamm zeigt an, dass Gott, der Schöpfer, damit einverstanden ist, das erste Opfer seiner Schöpfung zu werden, und dass er es uns eigenwilligen Narren nie übel nehmen wird, ihn diesen Weg einschlagen zu lassen, um uns sein Wesen zu offenbaren. Bevor er uns schwarz auf weiß die Liebe nachweist, die wir ihm schulden, zeigt er als Erster im erwählten Lamm den Liebesabgrund, in den hinein er sich schaffend einlässt. (Gustave Martelet)

 

 

 

Perikopen

Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite
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