13. Sonntag im Jahreskreis A

 

Der Jünger Jesu ist kein Fanatiker. Er ist glücklich, weil er Jesus gefunden hat; weil Jesus ihn gefunden hat. Und er kann von dem nicht schweigen, wovon sein Herz voll ist, auch dann nicht, wenn er dadurch für andere Menschen, sogar für seine Freunde, ein Fremder wird. Er beansprucht nichts; aber wer zu ihm gut ist, dem wird Gott es danken.

 

 

Eröffnungsvers

Ps 47 (46), 2

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände,

jauchzt Gott zu mit lautem Jubel.

 

Ehre sei Gott

 

 

Tagesgebet

Gott, unser Vater,

du hast uns in der Taufe

zu Kindern des Lichtes gemacht.

Lass nicht zu,

dass die Finsternis des Irrtums

über uns Macht gewinnt,

sondern hilf uns,

im Licht deiner Wahrheit zu bleiben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur 1. Lesung  Der Prophet Elischa (um 850 v. Chr.) war ein großer Wundertäter, vom Volk geehrt und gefürchtet wie vor ihm Elija. Die Frau aus Schunem beherbergte ihn gern, weil sie in ihm einen heiligen Gottesmann erkannte. Elischa war für diese Gastlichkeit dankbar (Propheten sind auch Menschen), und Gott segnete die Frau und ihrem Mann, indem er ihren heißesten Wunsch erfüllte.

 

 

ERSTE Lesung

2 Kön 4, 8-11.14-16a

Dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ist ein heiliger Gottesmann

Lesung aus dem zweiten Buch der Könige

8Eines Tages ging Elischa nach Schunem. Dort lebte eine vornehme Frau, die ihn dringend bat, bei ihr zu essen. Seither kehrte er zum Essen bei ihr ein, sooft er vorbeikam.

9Sie aber sagte zu ihrem Mann: Ich weiß, dass dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ein heiliger Gottesmann ist.

10Wir wollen ein kleines, gemauertes Obergemach herrichten und dort ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Leuchter für ihn bereitstellen. Wenn er dann zu uns kommt, kann er sich dorthin zurückziehen.

11Als Elischa eines Tages wieder hinkam, ging er in das Obergemach, um dort zu schlafen.

10Er fragte seinen Diener Géhasi, was man für die Frau tun könne. Dieser sagte: Nun, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.

11Da befahl er: Ruf sie herein! Er rief sie, und sie blieb in der Tür stehen.

16aDarauf versicherte ihr Elischa: Im nächsten Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn liebkosen.

 

 

Antwortpsalm

Ps 89 (88), 2-3.16-17.18-19 (R: 2a)

          R Von den Taten deiner Huld, o Herr, will ich ewig singen. - R

(GL neu 401)

2        Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen,

VI. Ton

          bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.

3        Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig;

          deine Treue steht fest im Himmel. - (R)

16      Wohl dem Volk, das dich als König zu feiern weiß!

          Herr, sie gehen im Licht deines Angesichts.

17      Sie freuen sich über deinen Namen zu jeder Zeit,

          über deine Gerechtigkeit jubeln sie. - (R)

18      Denn du bist ihre Schönheit und Stärke,

          du erhöhst unsre Kraft in deiner Güte.

19      Ja, unser Schild gehört dem Herrn,

         unser König dem heiligen Gott Israels. - R

 

 

Zur 2. Lesung  Zwischen Tod und Herrlichkeit ist unser gegenwärtiges Leben gespannt. Wir sind getauft worden: mit Christus sind wir durch den Tod hindurchgegangen, um als freie, erlöste Menschen zu leben. Weil wir Gemeinschaft mit Christus haben, können wirfür Gott leben: aus der Kraft seiner liebenden Gegenwart, als wahre und heile Menschen.

 

 

ZWEITE Lesung

Röm 6, 3-4.8-11

Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe;

wir sollen als neue Menschen leben                                                                                       

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Brüder!

3Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden.

4Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.

8Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.

9Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.

10Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.

11So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: vgl. 1 Petr 2, 9

Halleluja. Halleluja.

Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht,

eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm.

Verkündet die großen Taten Gottes,

der euch in sein wunderbares Licht gerufen hat.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium  Nachfolge Jesu bedeutet bewusstes und intensives Leben, und eben darum auch: ständiges Abschiednehmen, ein Leben wie durch den Tod hindurch. - Propheten und Gerechte werden im Matthäusevangelium die Gottesmänner des Alten Bundes genannt. Ihnen werden die Jünger Jesu gleichgestellt; ihre Stellung ist Fortsetzung der Sendung Jesu; wer sie aufnimmt, dem wird Gott es danken.

 

 

Evangelium

Mt 10, 37-42

Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, ist meiner nicht würdig. -

Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:

37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.

38Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mit nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

39Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

40Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

41Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.

42Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

 

Glaubensbekenntnis

Fürbitten: Im Jahreskreis

 

 

Zur Eucharistiefeier Christus hat uns zum Leben befreit. Er selbst war der ganz freie Mensch, frei, um zu sterben, damit wir leben können. Er lädt uns zu seinem Mahl ein; er nimmt uns mit auf seinen Weg.

 

 

Gabengebet

Herr, unser Gott,

in den Geheimnissen, die wir feiern,

wirkst du unser Heil.

Gib, dass wir den Dienst an diesem Altar

würdig vollziehen,

von dem wir deine Gaben empfangen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Präfationen für die Sonntage im Jahreskreis

 

 

Kommunionvers

Ps 103 (102), 1

Lobe den Herrn, meine Seele!

Alles in mir lobe seinen heiligen Namen.

 

Oder:

Joh 17, 20-21

Vater, ich bitte für sie, dass sie in uns eins seien,

damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast - so spricht der Herr.

 

 

Schlussgebet

Gütiger Gott,

die heilige Opfergabe,

die wir dargebracht und empfangen haben,

schenke uns neues Leben.

Lass uns Frucht bringen in Beharrlichkeit

und dir auf immer verbunden bleiben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Für den Tag und die Woche

Festhalten oder loslassen  Jesus ist er Offenbarer nicht nur Gottes, sondern des Menschen; des Menschen nämlich, der über sein Leben entscheiden muss: ob er es festhalten oder loslassen will, anders gesagt: ob er glaubend-vertrauend oder verschlossen, im Gegenüber mit Gott oder mit sich allein leben will.

Indem ich mich weggebe wie Jesus, die Zeit an mir arbeiten lasse und das ständige Wegsterben annehme, gewinne ich erst mein Leben, finde seinen Sinn, kann ja dazu sagen - erfahre ich, dass ich von Gott gehalten bin. (L. Wachinger)

 

 

Perikopen

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