Pfingstmontag C

 

Der Ort, wo der Geist Gottes spricht und handelt, ist vor allem die Kirche, konkret: die hier und jetzt versammelte Gemeinde. Er schafft in der Gemeinde die Einheit, er gibt die Freude zum gemeinsamen Beten und Singen, er hilft uns zu einem glaubwürdigen christlichen Leben. Eine Gemeinde kann sich, ebenso wie der einzelne Mensch, dem Wirken des Geistes öffnen oder sich ihm in starrer Unbeweglichkeit verschließen. „Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes.“

 

 

Eröffnungsvers                                                                      Offb 1, 5-6

Christus liebt uns

und hat uns durch sein Blut befreit von unseren Sünden;

er hat uns die Würde von Königen gegeben

und uns zu Priestern gemacht

für den Dienst vor seinem Gott und Vater. Halleluja.

 

Ehre sei Gott

 

 

Tagesgebet

Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,

im Neuen Bund

berufst du aus allen Völkern dein Volk

und führst es zusammen im Heiligen Geist.

Gib, dass deine Kirche ihrer Sendung treu bleibt,

dass sie ein Sauerteig ist für die Menschheit,

die du in Christus erneuern

und zu deiner Familie umgestalten willst.

Darum bitten wir durch ihn,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

1. Lesung                                                                                   Apg 19, 1b-6a

Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?

Lesung aus der Apostelgeschichte

1bPaulus kam nach Ephesus hinab.

2Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.

3Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes.

4Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus.

5Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen.

6aPaulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab.

 

Oder:

1. Lesung                                                                                        Joel 3, 1-5

Ich werde meinen Geist ausgießen über meine Knechte und Mägde

Lesung aus dem Buch Joel

1Danach aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben, und eure jungen Männer haben Visionen.

2Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen.

3Ich werde wunderbare Zeichen wirken am Himmel und auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchsäulen.

4Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und schreckliche Tag.

5Und es wird geschehen: Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem gibt es Rettung, wie der Herr gesagt hat, und wen der Herr ruft, der wird entrinnen.

 

 

Antwortpsalm                                    Ps 145 (144), 2-3.4-5.8-9.10-11.15-16 (R: 1b)

          R Deinen Namen will ich                                                                                 (GL neu 645, 5)

              meinen Brüdern verkünden. - R

          Oder: Halleluja. - R

2        Ich will dich preisen Tag für Tag                                                                                   V. Ton

          und deinen Namen loben immer und ewig.

3        Groß ist der Herr und hoch zu loben,

          seine Größe ist unerforschlich. - (R)

4        Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke

          und erzähle von deinen gewaltigen Taten.

5        Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden;

          ich will deine Wunder besingen. - (R)

8        Der Herr ist gnädig und barmherzig,

          langmütig und reich an Gnade.

9        Der Herr ist gütig zu allen,

          sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. - (R)

10      Danken sollen dir, Herr, all deine Werke

          und deine Frommen dich preisen.

11      Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,

          sollen sprechen von deiner Macht. - (R)

15      Aller Augen warten auf dich,

          und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.

16      Du öffnest deine Hand

          und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen. - R

 

 

2. Lesung                                                                                    Röm 8, 14-17

Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

14Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.

15Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!

16So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.

17Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

 

 

Ruf aus dem Evangelium

Zum Vers Komm, Heiliger Geist ... knien alle.

Halleluja. Halleluja.

Komm, Heiliger Geist,

erfülle die Herzen deiner Gläubigen,

und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium   In Gott selbst ist der Geist die einigende und treibende Kraft. Der Geist, d. h. die Liebe allein kann Gott dazu bewegen, seinen Sohn in die Welt zu senden: in eine Welt, die nicht die Liebe, sondern den Zorn Gottes verdient (soweit man darüber in menschlicher Denk- und Schreibweise überhaupt etwas aussagen kann). „Welt“ ist ein Wort, das im Evangelium Verschiedenes bezeichnen kann: es kann die ganze von Gott geschaffene und geliebte Welt meinen (Joh 17, 5.24) oder die Welt der Menschen, die bewohnte Erde (17, 25; 16, 21); häufig ist es die „Welt“, die sich von Gott abgewandt hat, also die gottferne und verlorene Menschheit, die sich dem Licht verschließt und auch die Jünger Jesu hasst, weil er sie aus der Welt herausgenommen hat(17, 14). Dass Gott diese Welt retten will und dafür das Höchste einsetzt, was er einsetzen kann, ist das Wunder seiner Liebe.

 

 

Evangelium                                                                                                  Joh 3, 16-21

Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt, damit die Welt durch ihn gerettet wird

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

16Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

17Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

18Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.

19Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.

20Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.

21Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

 

Fürbitten: Pfingsten

 

 

Zur Eucharistiefeier Die Teilnahme an dem einen Brot macht uns zu dem einen Leib Christi. Das hat Folgen für unser Zusammenleben im Alltag. Dem Bruder und der Schwester begegnen heißt von nun an: Christus selbst begegnen.

 

 

Gabengebet

Gott, unser Vater,

nimm unsere Gaben an,

in denen das Opfer deines Sohnes

gegenwärtig wird.

Aus seiner Seitenwunde

ist die Kirche hervorgegangen

als Werk des Heiligen Geistes.

Lass sie ihren Ursprung nie vergessen,

sondern daraus in dieser Feier

Heil und Leben schöpfen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Präfation

Einheit der Dreifaltigkeit und Einheit der Kirche

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und dein Erbarmen zu rühmen. Die Sünde hatte die Menschen von dir getrennt, du aber hast sie zu dir zurückgeführt durch das Blut deines Sohnes und die Kraft deines Geistes. Wie du eins bist mit dem Sohn und dem Heiligen Geist, so ist deine Kirche geeint nach dem Bild des dreieinigen Gottes. Sie ist dein heiliges Volk, der Leib Christi und der Tempel des Heiligen Geistes zum Lob deiner Weisheit und Liebe. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig ...

                       

 

Kommunionvers                                                                                          Joh 16, 13

Wenn der Geist der Wahrheit kommt,

wird er euch in die volle Wahrheit einführen. Halleluja.

 

 

Schlussgebet

Herr, du hast uns gestärkt

durch das Sakrament deines Sohnes.

Mache das Werk deiner Kirche fruchtbar

und enthülle durch sie den Armen

das Geheimnis unserer Erlösung;

denn die Armen hast du vor allen dazu berufen,

Anteil zu haben an deinem Reich.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Oder:

Gütiger Gott,

bewahre dem Volk der Erlösten

deine Liebe und Treue.

Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet,

sein Geist, der von dir ausgeht,

führe uns den rechten Weg.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Gebet um Hoffnung
Lieber himmlischer Vater, nun bitten wir dich,

dass du uns allen deinen heiligen Geistes gebest, immer wieder,

damit er uns erwecke, erleuchte, ermutige und fähig mache,

den kleinen und doch so großen Schritt zu wagen:

aus dem Trost, mit dem wir uns selbst trösten können, heraus,

und hinein in die Hoffnung auf dich.

Kehre du uns von uns selbst weg zu dir hin.

Zeige uns, wie herrlich di bist und wie herrlich es ist,

dir vertrauen und gehorchen zu dürfen. (K. Barth)

 

 

Perikopen

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