Christi Himmelfahrt A

Hochfest

 

Christus ist in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Er ist dort als der Menschgewordene und der Gekreuzigte, als unser Priester und Fürbitter. Er ist aber von der Erde nicht einfach weggegangen, so dass er nun abwesend wäre. Er hat seine Jünger nicht allein gelassen, er bleibt anwesend in seiner Kirche und durch sie in der Welt, für die Welt. Er ist der Kyrios, der Herr, zu dem wir rufen: Kyrie, eleison: Herr, erbarme dich.

 


Eröffnungsvers                                                                                          Apg 1, 11
Ihr Männer von Galiläa,
was steht ihr da und schaut zum Himmel?
Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist. Halleluja.


Ehre sei Gott

 

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott,
erfülle uns mit Freude und Dankbarkeit,
denn in der Himmelfahrt deines Sohnes
hast du den Menschen erhöht.
Schenke uns das feste Vertrauen,
dass auch wir zu der Herrlichkeit gerufen sind,
in die Christus uns vorausgegangen ist,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

Zur 1. Lesung  In seinem Evangelium hat Lukas berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat; in der Apostelgeschichte beschreibt er das Werden und Wachsen der Kirche. Die Worte Jesu vor seinem Weggang sind für die Jünger zugleich Verheißung und Auftrag. Für alle Menschen sollen sie Boten und Zeugen Christi sein; der Geist Gottes gibt ihnen die Kraft dazu. Von Pfingsten bis zur Wiederkunft Christi wird die Kirche Christi missionierende Kirche sein.

 

 

1. Lesung                                                                                      Apg 1, 1-11

Dieser Jesus, der in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen

Lesung aus der Apostelgeschichte

1Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat,

2bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er durch den Heiligen Geist den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben.

3Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.

4Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt.

5Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft.

6Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?

7Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.

8Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.

9Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

10Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen

11und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

 

 

Antwortpsalm                                                        Ps 47 (46), 2-3.6-7.8-9 (R: vgl. 6)

          R Gott stieg empor unter Jubel,                                                                    (GL neu 340)

          der Herr beim Schall der Posaunen: - R

             Oder:

          R Halleluja. - R

2        Ihr Völker alle, klatscht in die Hände;                                                                   VI. Ton

          jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!

3        Denn Furcht gebietend ist der Herr, der Höchste,

          ein großer König über die ganze Erde. - (R)

6        Gott stieg empor unter Jubel,

          der Herr beim Schall der Hörner.

7        Singt unserm Gott, ja, singt ihm!

          Spielt unserm König, spielt ihm! - (R)

8        Denn Gott ist König der ganzen Erde.

          Spielt ihm ein Psalmenlied!

9        Gott wurde König über alle Völker,

          Gott sitzt auf seinem heiligen Thron. - R

 

 

Zur 2. Lesung  Das Gebet des Apostels wird zu einer großen Aussage über die Macht und Größe Gottes. Gott hat Jesus von den Toten auferweckt und an seine Seite erhöht; er hat ihn zum Haupt der Kirche und der ganzen Schöpfung gemacht. Die Kirche ist „sein Leib“: Sie lebt durch ihn., und er lebt in ihr. Die Kirche ist der Raum, wo Chri­stus für die Welt gegenwärtig ist; sie ist die Erscheinungsform Christi in dieser Welt.

 

 

2. Lesung                                                                                     Eph 1, 17-23

Gott hat Christus auf den Platz zu seiner Rechten erhoben

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser

Brüder!

17Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.

18Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt

19und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.

20Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat,

21hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird.

22Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt.

23Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht.

 

 

Ruf vor dem Evangelium                                       Vers: Mt 28, 19a.20b

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Geht zu allen Völkern,

und macht alle Menschen zu meinen Jüngern.

Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt.

Halleluja.

 

Zum Evangelium Am Anfang des Matthäusevangeliums stand die Verheißung „Gott ist mit uns“ (Mt 1,23); an seinem Ende steht die Versicherung Jesu, des Auferstandenen: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Mit göttlicher Vollmacht sendet Jesus seine Jünger in die Welt hinaus; sie sollen alle Menschen lehren und taufen. Man wird Jünger Jesu durch den Glauben und die Taufe; man bleibt es dadurch, dass man nach seiner Lehre und Weisung lebt (Mt 5-7).

 

 

Evangelium                                                                              Mt 28, 16-20

Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit

16gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.

17Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel.

18Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.

19Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,

20und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

 

Glaubensbekenntnis

Fürbitten: Osterzeit

 

Zur Eucharistiefeier  Mit dem Menschen Jesus hat unsere Zukunft begonnen. Er hat uns den Weg gezeigt. Er war ganz für Gott da und ganz für die Menschen. Durch ihn wissen wir für immer, was Liebe ist.

 

 

Gabengebet

Allmächtiger Gott,

am Fest der Himmelfahrt deines Sohnes

bringen wir dieses Opfer dar.

Gib uns durch diese heilige Feier die Gnade,

dass wir uns über das Irdische erheben

und suchen, was droben ist.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Präfationen von Christi Himmelfahrt

In den Hochgebeten I-III eigener Einschub

 

 

Kommunionvers                                                                        Mt 28, 20

Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt. Halleluja.

 

 

Schlussgebet

Allmächtiger, ewiger Gott,

du hast uns, die wir noch auf Erden leben,

deine göttlichen Geheimnisse anvertraut.

Lenke unser Sinnen und Verlangen zum Himmel,

wo Christus als Erster der Menschen bei dir ist,

der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

 

 

Die Botschaft

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände,

um seine Arbeit heute zu tun,

Er hat keine Füße, nur unsere Füße,

um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen,

um den Menschen von ihm zu erzählen.

Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest.

Wir sind Gottes letzte Botschaft,

in Taten und Worten geschrieben. (Verfasser unbekannt)

 

 

Perikopen

Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite
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Liedvorschläge

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Amt für Kirchenmusik Augsburg


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