10. August

Hl. Laurentius

Diakon, Märtyrer

Fest

 

Der Diakon Laurentius ist einer der berühmtesten römischen Märtyrer. Er erlitt das Martyrium unter Kaiser Valerian, wahrscheinlich am 10. August 258. Die Basilika über seinem Grab an der Via Tiburtina (Straße nach Tivoli) ist eine der sieben Hauptkirchen von Rom. Laurentius ist der Patron der Armen, weil er als Diakon für die Armen zu sor­gen hatte, die er als den wahren Schatz der Kirche ansah; Patron der Bibliothekare, weil er die Kirchenbücher zu verwalten hatte; Patron der Feuerwehrleute, der Köche und ähnlicher Berufe, die mit dem Feuer zu tun haben, weil er auf einem glühenden Rost gebraten wurde.

 

 

Eröffnungsvers

Der heilige Laurentius hat im Dienst der Kirche

sein Leben für die Armen hingegeben.

Darum wurde er aufgenommen in die Freude seines Herrn.

 

Ehre sei Gott

 

 

Tagesgebet

Barmherziger Gott,

die glühende Liebe zu dir

hat dem heiligen Diakon Laurentius die Kraft gegeben,

dir und den Armen treu zu dienen

und furchtlos für dich zu sterben.

Hilf uns, dich zu lieben, wie er dich geliebt hat,

und den Armen zu dienen, wie er ihnen gedient hat.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur Lesung In 2 Kor 8-9 kommt Paulus auf die Geldsammlung für die Gemeinde von Jerusalem zurück; er hatte davon schon in dem früheren Brief gesprochen (1 Kor 16,1-4). Es handelte sich nicht um eine Kirchensteuer, sondern um eine einmalige freiwillige Abgabe, dazu bestimmt, den in Not geratenen Brüdern zu helfen. Paulus spricht aber hier nicht von „Abgabe“ oder von „Geld“; stattdessen hat er in 2 Kor 8,1 das Wort charis gebraucht, das Gnade und Liebe bedeutet und in dem auch die Bedeutung „Freude“ mitschwingt. Hochherziges Schenken macht den Geber selbst froh, denn es schafft Gemeinschaft mit dem Beschenkten und mit Gott selbst, von. dem jede Gabe kommt und der auch die Gnade des Schenkens gibt. Er gibt die Saat und die Ernte, und er gibt dem reichlicher, der bereit ist, das Empfangene weiterzugeben. Der Mensch, der sich, empfangend und schenkend, in den Kreislauf der göttlichen Liebe hineinziehen lässt, wird innerlich frei und reich; er macht für andere Menschen Gottes Liebe erfahrbar und gibt ihnen Anlass, Gott zu loben und ihm zu danken (2 Kor 9,13-14). - Spr 11,24-25; Tob 4,16; Ps 112,9; Jes 55,10; Hos 10,12.

 

 

ERSTE Lesung

2 Kor 9, 6-10

Gott liebt einen fröhlichen Geber

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Brüder!

6Denkt daran: Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten; wer reichlich sät, wird reichlich ernten.

7Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.

8In seiner Macht kann Gott alle Gaben über euch ausschütten, so dass euch allezeit in allem alles Nötige ausreichend zur Verfügung steht und ihr noch genug habt, um allen Gutes zu tun,

9wie es in der Schrift heißt: Reichlich gibt er den Armen; seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.

10Gott, der Samen gibt für die Aussaat und Brot zur Nahrung, wird auch euch das Saatgut geben und die Saat aufgehen lassen; er wird die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen.

 

 

Antwortpsalm

Ps 112 (111), 1-2.5-6.7-8.9-10 (R: vgl. 5a)

          R Selig der Mann, der gütig ist und zum Helfen bereit. - R

  (GL neu 61, 1)

1        Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt

VI. Ton

          und sich herzlich freut an seinen Geboten.

2        Seine Nachkommen werden mächtig im Land,

          das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet. - (R)

5        Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist,

          der das Seine ordnet, wie es recht ist.

6        Niemals gerät er ins Wanken;

          ewig denkt man an den Gerechten. - (R)

7        Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung;

          sein Herz ist fest, er vertraut auf den Herrn.

8        Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie;

          denn bald wird er herabschauen auf seine Bedränger. - (R)

9        Reichlich gibt er den Armen,

          sein Heil hat Bestand für immer;

          er ist mächtig und hoch geehrt.

10      Voll Verdruss sieht es der Frevler,

          er knirscht mit den Zähnen und geht zugrunde.

          Zunichte werden die Wünsche der Frevler. - R

 

 

Ruf vor dem Evangelium

  Vers: vgl. Joh 8, 12bc

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in der Finsternis,

sondern hat das Licht des Lebens.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium Zwischen dem Einzug Jesu in Jerusalem und dem Letzten Abendmahl berichtet das Johannesevangelium (12,20-36) eine Rede, in der Jesus von seiner bevorstehenden „Erhöhung“ spricht. Die Stunde seines Leidens und seines Todes am Kreuz wird die Stunde seiner Verherrlichung sein (12,23). Das Weizenkorn bringt nur Frucht, wenn es in die Erde fällt und stirbt: In diesem Bild deutet Jesus sein eigenes Sterben als die notwendige Voraussetzung für das Gelingen seines Erlösungswerkes. Und es ist nicht nur die Voraussetzung; es ist die Weise, wie die Erlösung selbst geschieht, und es ist das Lebensgesetz auch für seine Jünger. Nur wer bereit ist, alles zu verlieren, kann sein Jünger sein und ihm nachfolgen - durch den Tod hindurch ins Leben, in die Herrlichkeit beim Vater: „Ihn wird der Vater ehren.“ - 1 Kor 15,36-37; Mk 8,35; Mt 16,25; Lk 9,24; 17,33.

 

 

Evangelium

Joh 12, 24-26

Wenn das Weizenkorn stirbt, bringt es reiche Frucht

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

24Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.

25Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.

26Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.

 

 

Fürbitten

Jesus Christus, der gekommen ist, zu dienen und sein Leben hinzugeben, wollen wir bitten:

Für die Diakone: lass die Menschen durch ihr Wirken deine Liebe erfahren. (Stille) Christus, höre uns.

A.: Christus, erhöre uns.

Für die Staatsmänner: hilf ihnen, Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu fördern. (Stille) Christus, höre uns.

Für die Armen: gib ihnen ihren Anteil an den Gütern der Erde. (Stille) Christus, höre uns.

Für unsere Gemeinde: mach uns bereit, nach dem Vorbild des heiligen Diakons Laurentius dir in unseren Mitmenschen zu dienen. (Stille) Christus, höre uns.

Gütiger Gott, der heilige Diakon Laurentius hat sich durch eine hochherzige Liebe zu dir und den Armen ausgezeichnet. Lass uns alle in der Liebe wachsen durch Christus, unseren Herrn.

A.: Amen.

 

 

Gabengebet

Herr, unser Gott,

in der Nachfolge deines Sohnes

wurde der heilige Laurentius zum Weizenkorn,

das in die Erde fällt und reiche Frucht bringt.

Mache auch uns zu einer Gabe,

Welche dir wohlgefällt

und der Welt zum Segen wird.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 


Präfation von den Märtyrern

Der Märtyrer als Zeuge der Kraft Gottes

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Größe zu rühmen. Im Martyrium des heiligen Laurentius offenbarst du das Wunder deiner Gnade, denn in der menschlichen Schwachheit bringst du deine göttliche Kraft zur Vollendung. Er ist Christus nachgefolgt auf dem Weg des Leidens und hat sein Blut vergossen als Zeuge des Glaubens. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig ...

 

 

Kommunionvers

Joh 12, 26

Wer mir dienen will, folge mir nach;

und wo ich bin, dort wird auch der sein, der mir dient ­

so spricht der Herr.

 

 

Schlussgebet

Gütiger Gott,

am Festtag des heiligen Laurentius

haben wir das Opfer gefeiert

und das heilige Sakrament empfangen.

Es heile uns von unseren Sünden

und schenke uns Wachstum in deiner Gnade.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Feierlicher Schlusssegen

Von allen Heiligen

Der gütige Gott, der die Heiligen zur Vollendung geführt hat, segne euch und bewahre euch vor allem Unheil.     (A.: Amen.)

Das Vorbild des heiligen Laurentius lehre euch, und seine Fürsprache helfe euch, Gott und den Menschen zu dienen.     (A.: Amen.)

Am heutigen Festtag gedenkt die Kirche in Freude aller Heiligen; Gott führe euch nach diesem Leben zur ewigen Gemeinschaft mit ihnen.     (A.: Amen.)

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist.     A.: Amen.

V.: Gehet hin in Frieden.

A.: Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

Perikopen

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