15. August

Mariä Aufnahme in den Himmel

Hochfest

 

Am Vorabend
Am Tag

 

Am 1. November 1950 hat Pius XII. die Lehre, dass Maria mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde, als Glaubenssatz verkündet und damit die seit alters her vorhandene christliche Glaubensüberzeugung endgültig bestätigt. Das Fest „Mariä Himmelfahrt“, richtiger das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, ist in der Ostkirche bald nach dem Konzil von Ephesus (431) aufgekommen. Von Kaiser Mauritius (582-602) wurde der 15. August als staatlicher Feiertag anerkannt. In der römischen Kirche wird das Fest seit dem 7. Jahrhundert gefeiert.

 

Das Dogma „Wir verkünden, erklären und definieren es als ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.“  (Pius XII.)

 

 

Am Vorabend

Aus pastoralen Gründen ist es erlaubt, die Texte der Messe „Am Tag“ zu nehmen

 

Eröffnungsvers

Großes wird von dir gesagt, Maria:

Der Herr hat dich erhoben

über die Chöre der Engel in seine Herrlichkeit.

 

Ehre sei Gott

 

 

Tagesgebet

Allmächtiger Gott,

du hast die Jungfrau Maria

zur Mutter deines ewigen Sohnes erwählt.

Du hast auf deine niedrige Magd geschaut

und sie mit Herrlichkeit gekrönt.

Höre auf ihre Fürsprache

und nimm auch uns in deine Herrlichkeit auf,

da du uns erlöst hast

durch den Tod und die Auferstehung

deines Sohnes unseres Herrn Jesus Christus,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

Zur 1. Lesung Die Bundeslade war nach Ex 25,10-15 ein Schrein aus Akazienholz. Sie war mit Gold überzogen und enthielt die beiden Gesetzestafeln (Ex 25,16; Dtn 10,1-5). König David ließ sie nach Jerusalem übertragen und machte damit die Stadt zum religiösen und politischen Mittelpunkt seines Reiches. Salomo hat die Bundeslade im heiligsten Raum des Tempels aufgestellt. Für König und Volk bedeutete die heilige Lade Führung und Schutz, aber auch die ständige Mahnung nach dem Willen des heiligen, bei seinem Volk gegenwärtigen Gottes zu leben. Bei der Zerstörung des Tempels durch die babylonischen Eroberer (587 v. Chr.) ging die Bundeslade verloren. Die Verehrung, die man ihr entgegengebracht hatte, ging später auf den zweiten Tempel und die Stadt Jerusalem über; hier war der Thron Gottes und der Schemel seiner Füße. Im Neuen Bund ist auf besondere Weise Maria die Verkörperung Israels und Zions als Ort der göttlichen Gegenwart. - 2 Sam 6; Ps 132; 48; 1 Chr 28,2; Ps 99,5; Lk 1,39-43; Joh 1,14.

 

 

ERSTE Lesung

1 Chr 15, 3-4.15-16; 16, 1-2

Man trug die Lade Gottes in das Zelt, das David für sie aufgestellt hatte, und setzte sie an ihren Platz in der Mitte des Zeltes

Lesung aus dem ersten Buch der Chronik

In jenen Tagen

3berief David ganz Israel nach Jerusalem, um die Lade des Herrn an den Ort zu bringen, den er für sie hergerichtet hatte.

4Er ließ die Nachkommen Aarons und die Leviten kommen:

15Die Leviten hoben die Lade Gottes mit den Tragstangen auf ihre Schultern, wie es Mose auf Befehl des Herrn angeordnet hatte.

16Den Vorstehern der Leviten befahl David, sie sollten ihre Stammesbrüder, die Sänger, mit ihren Instrumenten, mit Harfen, Zithern und Zimbeln, aufstellen, damit sie zum Freudenjubel laut ihr Spiel ertönen ließen.

1Man trug die Lade Gottes in das Zelt, das David für sie aufgestellt hatte, setzte sie an ihren Platz in der Mitte des Zeltes und brachte Brand- und Heilsopfer vor Gott dar.

2Als David mit dem Darbringen der Brand- und Heilsopfer fertig war, segnete er das Volk im Namen des Herrn.

 

 

Antwortpsalm

Ps 132 (132), 6-7.9-10.13-14 (R: 8a)

          R Erheb dich, Herr,

(GL neu 69, 1)

          komm an den Ort deiner Ruhe! - R
6        Wir hörten von der Lade des Herrn in Efrata,

IX. Ton

          fanden sie im Gefilde von Jaar.

7        Lasst uns hingehen zu seiner Wohnung

          und niederfallen vor dem Schemel seiner Füße! - (R)

9        Deine Priester sollen sich bekleiden mit Gerechtigkeit,

          und deine Frommen sollen jubeln.

10      Weil David dein Knecht ist,

          weise deinen Gesalbten nicht ab! - (R)

13      Denn der Herr hat den Zion erwählt,

          ihn zu seinem Wohnsitz erkoren:

14      „Das ist für immer der Ort meiner Ruhe;

          hier will ich wohnen, ich hab‘ ihn erkoren.“ - R

 

 

Zur 2. Lesung Die Auferstehung der Toten ist „ein Geheimnis“ (1 Kor 15,51): ein unbegreifliches, unfassbares, nur als göttliches Tun mögliches Geschehen. Nicht dass am Jüngsten Tag die Trompete erschallen wird (15,52), ist wichtig, sondern dass alle verwandelt werden. Was am Menschen sterblich ist, kann so, wie es ist, nicht in die Welt Gottes eintreten; „ich mache alles neu“, lesen wir in der Offenbarung (Offb  21,5). Der Anfang ist schon gemacht: der Stachel des Todes, die Sünde (1 Kor 15,56; vgl. Röm 7,7-24), ist überwunden durch den Tod und die Auferstehung Jesu. Wer in Christus ist, hat den Schritt vom Tod zum Leben schon getan, allen voran die Mutter Jesu, die mit der Person und dem Werk ihres Sohnes auch über den Tod hinaus aufs innigste verbunden bleibt. - Jes 25,8; Hos 13,14; Röm 7,13; 6,14; Offb 20,14.

 

 

Zweite Lesung

1 Kor 15, 54-57

Gott hat uns den Sieg geschenkt durch Jesus Christus

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Brüder!

54Wenn sich dieses Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg.

55Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?

56Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz.

57Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: vgl. Lk 11, 28

Halleluja. Halleluja.

Selig, die das Wort Gottes hören

und es befolgen.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium Wo Jesus spricht und handelt, kommt Gottes Herrschaft über die Menschen. Der Mensch, der zu hören weiß, spürt die innere Verwandtschaft seines eigenen Wesens und Sehnens mit dem gehörten Wort; er weiß sich angesprochen und angenommen. Das gibt ihm eine neue Fähigkeit zur Freude und eine neue Freiheit zum Wort. Die Frau, die in der Volksmenge stand, konnte auf einmal nicht mehr schweigen; sie musste jene andere Frau nennen und rühmen, die mit Jesus aufs engste verbunden war: seine Mutter. Die Ehrung der Mutter gilt in Wirklichkeit Jesus selbst. Seine Antwort ist keine Zurückweisung, wohl aber eine Klarstellung nach zwei Richtungen: l. Maria ist nicht schon glücklich zu preisen, weil sie die leibliche Mutter Jesu ist, sondern weil sie außerdem zu denen gehört, die „das Wort Gottes hören und es befolgen“; 2. Maria ist die vollkommene Hörerin des Wortes, aber sie ist nicht die einzige; alle, die das Wort Gottes hören und es befolgen. sind glücklich zu preisen: sie haben Gemeinschaft mit Jesus, sie sind seine wahre Verwandtschaft (vgl. Mt 12,49-50; Mk 3,34-35).



Evangelium

Lk 11, 27-28

Selig der Leib, der dich getragen hat

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit,

27als Jesus zum Volk redete, rief eine Frau aus der Menge ihm zu: Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat.

28Er aber erwiderte: Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.

 

Glaubensbekenntnis

 

 

Fürbitten

Voll Vertrauen beten wir zu Jesus Christus, der die Jungfrau Maria in den Himmel aufgenommen hat:
Für die heilige Kirche: bestärke sie in der Erwartung ihrer ewigen Vollendung. - Lasset zum Herrn uns rufen: Herr, erbarme dich.

A.: Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.

Für alle Menschen: schenke ihnen auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria das ewige Heil. - Lasset zum Herrn uns rufen: Herr, erbarme dich.

Für alle, die ohne Hoffnung leben: hilf ihnen, auf deine Verheißungen zu vertrauen. - Lasset zum Herrn uns rufen: Herr, erbarme dich.

Für unsere Verstorbenen: führe sie zur Auferstehung und zum Leben. - Lasset zum Herrn uns rufen: Herr, erbarme dich.

Barmherziger Gott, du hast das Leben der seligen Jungfrau Maria in der Herrlichkeit des Himmels vollendet. Höre auf die Fürsprache unserer himmlischen Mutter, und lass uns zu dir gelangen durch
Christus, unseren Herrn. A.: Amen.

 

 

Gabengebet

Herr und Gott,

am Fest der Aufnahme Marias in den Himmel

bringen wir das Opfer des Lobes

und der Versöhnung dar.

Es erwirke uns die Vergebung der Sünden

und die Gnade, dir immer zu danken.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Präfation

Die Herrlichkeit Marias und die Kirche

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und das Werk deiner Gnade zu rühmen. Denn heute hast du die jungfräuliche Gottesmutter in den Himmel erhoben, als Erste empfing sie von Christus die Herrlichkeit, die uns allen als verheißen ist, und wurde zum Urbild der Kirche in ihrer ewigen Vollendung. Dem pilgernden Volk ist sie ein untrügliches Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes. Denn ihr Leib, der den Urheber des Lebens geboren hat, sollte die Verwesung nicht schauen. Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig ...

 

 

Kommunionvers

Vgl. Lk 11, 27

Selig der Leib der Jungfrau Maria;

denn er hat den Sohn des ewigen Gottes getragen.

 

 

Schlussgebet

Herr, unser Gott,

am Fest der Aufnahme Marias in den Himmel

hast du uns an deinem Tisch versammelt.

Erhöre unser Gebet

und lass auch uns nach aller Mühsal dieser Zeit

zu dir in die ewige Heimat gelangen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Am Tag

Eröffnungsvers

Offb 12, 1

Ein großes Zeichen erschien am Himmel:

Eine Frau, umgeben von der Sonne, den Mond unter ihren Füßen,

und einen Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.

 

Oder:

Freut euch alle im Herrn

am Fest der Aufnahme der seligsten Jungfrau Maria in den Himmel.

Mit uns freuen sich die Engel und loben Gottes Sohn.

 

Ehre sei Gott

 

 

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott,

du hast die selige Jungfrau Maria,

die uns Christus geboren hat,

vor aller Sünde bewahrt

und sie mit Leib und Seele

zur Herrlichkeit des Himmels erhoben.

Gib, dass wir auf dieses Zeichen

der Hoffnung und des Trostes schauen

und auf dem Weg bleiben,

der hinführt zu deiner Herrlichkeit.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

ZUR 1. LESUNG   In wenigen Sätzen umreißt die Lesung aus Offb 12 ein gewaltiges Geschehen. Die Frau, die am Himmel als das große Zeichen erscheint, ist die Mutter des Messiaskindes. Sie ist die Verkörperung des Gottesvolkes; die zwölf Sterne über ihrem Haupt erinnern an die zwölf Stämme Israels. Die Geburtswehen sind weniger von der irdischen Geburt des Messiaskindes zu verstehen als von den Leiden des Gottesvolkes im Verlauf seiner Geschichte, vor allem in der Zeit vor dem Ende, bis schließlich der ganze Christus geboren ist und „die Herrschaft unseres Gottes“ (12,10) sichtbar wird. - Zu 11,19: 1 Kön 8,1.6; 2 Chr 5,7. - Zu 12,1-2: Jes 66,7; Mi 4,10. - Zu 12,3-6a: Dan 7,7; 8,10; Jes 7,14; Ps 2,9; Offb 9,15.

 

 

ERSTE Lesung

Offb 11, 19a; 12, 1-6a.10ab

Ein großes Zeichen erschien am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, der Mond unter ihren Füßen

Lesung aus der Offenbarung des Johannes

19aDer Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar:

1Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.

2Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.

3Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen.

4Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war.

5Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt.

6aDie Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte.

10abDa hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten.

 

 

Antwortpsalm

Ps 45 (44), 11-12.16 u. 18

          R Selig bist du, Jungfrau Maria,

(GL 600, 1)

          du thronst zur Rechten des Herrn. - R
11      Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr,

IV. Ton

          vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!

12      Der König verlangt nach deiner Schönheit;

          er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm! - (R)

16      Man geleitet sie mit Freude und Jubel,

          sie ziehen ein in den Palast des Königs.

18      Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht;

          darum werden die Völker dich preisen immer und ewig. - R

 

 

Zur 2. Lesung In der Mitte der Zeit hat Gott in die Geschichte der Menschen hinein sein wesentliches, endgültiges Wort gesprochen. Das Wort ist Fleisch geworden, das Wort ist gekreuzigt worden, Gott hat seinen Sohn vom Tod auferweckt und ihm alles unterworfen. Aber vollkommen ist der Sieg erst dann, wenn auch „der letzte Feind“, der Tod (1 Kor 15,26), überwunden ist. Für Jesus ist er überwunden durch die Auferstehung; im gegenwärtigen Leben der Kirche wird er überwunden durch die Taufe und das Leben aus der Taufe. Aber das Ziel des göttlichen Tuns ist erst erreicht, wenn es keine Sünde und keinen Tod mehr gibt. Dann erst ist die Gottebenbildlichkeit des Menschen verwirklicht, die Ähnlichkeit mit Christus hergestellt und die Freiheit vom Tod, die er am dritten Tag gewann, auf die ganze gerettete Menschheit ausgedehnt. Was an Christus (und dann auch an Maria) geschehen ist, macht sichtbar, zu welchem Ziel die erlöste Menschheit unterwegs ist. - Zu 15,20-22: Röm 8,11; Kol 1,18; 1 Thess 4,14; Röm 5,12-21; 1 Kor 15,45-49. - Zu 15,23-26: 1 Thess 4,16; Ps 110,1; Mt 22,44; Offb 20,14; 21,4.

 

 

ZWEITE Lesung

1 Kor 15, 20-27a

In Christus werden alle lebendig gemacht werden: Erster ist Christus; dann folgen alle, die zu ihm gehören

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Brüder!

20Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.

21Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten.

22Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

23Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören.

24Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.

25Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat.

26Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod.

27aSonst hätte er ihm nicht alles zu Füßen gelegt.

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja.

Aufgenommen in den Himmel ist die Jungfrau Maria.

Die Engel freuen sich und preisen den Herrn.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium Nachdem Maria ihr großes Ja gesprochen hat, beeilt sie sich, Elisabet aufzusuchen; beide Frauen sind gesegnet und in besonderer Weise in den Heilsplan Gottes einbezogen. Der Vorläufer spürt die Nähe des Herrn und beginnt schon im Mutterschoß, vom Heiligen Geist erfüllt (Lk 1,15), auf den Größeren hinzuweisen, der nach ihm kommt. Elisabet begrüßt mit Freude und Ehrfurcht ihre jüngere Verwandte; als Glaubende bezeugt sie das Geheimnis Marias und bestätigt deren Glauben. Der Lobgesang Marias, das Magnificat, ist ihre Antwort auf das, was ihr von Gott her geschehen und in diesem Augenblick neu bewusst geworden ist. Der Lobgesang aller Glaubenden Israels und der aller kommenden Generationen fügt sich in dieses Danklied ein. Niedrigkeit und Erhöhung, demütiger Glaube und das Hochgefühl der Erwählung klingen im Leben und im Lied Marias zusammen. Das Lied feiert die Größe Gottes, seine Macht, seine Barmherzigkeit und seine ewige Treue. - 1 Sam 2,1-10.

 

 

Evangelium

Lk 1, 39-56

Der Mächtige hat Großes an mir getan: er erhöht die Niedrigen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

39In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.

40Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet.

41Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt

42und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.

43Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

44In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.

45Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

46Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn,

47und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

48Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

49Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.

50Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.

51Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

52er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

53Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.

54Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,

55das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

56Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

 

Glaubensbekenntnis

 

 

Fürbitten

Voll Vertrauen beten wir zu Jesus Christus, der die Jungfrau Maria in den Himmel aufgenommen hat:
Für die heilige Kirche: bestärke sie in der Erwartung ihrer ewigen Vollendung. - Lasset zum Herrn uns rufen: Herr, erbarme dich.

A.: Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.

Für alle Menschen: schenke ihnen auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria das ewige Heil. - Lasset zum Herrn uns rufen: Herr, erbarme dich.

Für alle, die ohne Hoffnung leben: hilf ihnen, auf deine Verheißungen zu vertrauen. - Lasset zum Herrn uns rufen: Herr, erbarme dich.

Für unsere Verstorbenen: führe sie zur Auferstehung und zum Leben. - Lasset zum Herrn uns rufen: Herr, erbarme dich.

Barmherziger Gott, du hast das Leben der seligen Jungfrau Maria in der Herrlichkeit des Himmels vollendet. Höre auf die Fürsprache unserer himmlischen Mutter, und lass uns zu dir gelangen durch
Christus, unseren Herrn. A.: Amen.

 

 

Gabengebet
Allmächtiger Gott,

unser Gebet und unser Opfer steige zu dir empor.

Höre auf die selige Jungfrau Maria,

die du in den Himmel aufgenommen hast,

und entzünde in unseren Herzen das Feuer der Liebe,

damit wir dich allezeit suchen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Präfation

Die Herrlichkeit Marias und die Kirche

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und das Werk deiner Gnade zu rühmen. Denn heute hast du die jungfräuliche Gottesmutter in den Himmel erhoben, als Erste empfing sie von Christus die Herrlichkeit, die uns allen als verheißen ist, und wurde zum Urbild der Kirche in ihrer ewigen Vollendung. Dem pilgernden Volk ist sie ein untrügliches Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes. Denn ihr Leib, der den Urheber des Lebens geboren hat, sollte die Verwesung nicht schauen. Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig ...

 

 

Kommunionvers

Lk 1, 48-49

Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan.

 

 

Schlussgebet

Barmherziger Gott,

wir haben das heilbringende Sakrament empfangen.

Lass uns auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria,

die du in den Himmel aufgenommen hast,

zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Feierlicher Schlusssegen

Von der seligen Jungfrau Maria 

Gott, der allmächtige Vater, segne euch durch den Erlöser der Welt, unseren Herrn Jesus Christus, den Sohn der jungfräulichen Mutter Maria.

A.: Amen.

Sie hat den Urheber des Lebens geboren; ihre mütterliche Fürsprache erwirke euch Gottes Hilfe.

A.: Amen.

Euch und allen, die heute das Fest ihrer Aufnahme in den Himmel begehen, schenke Gott die wahre Freude und den ewigen Lohn.

A.: Amen.

 

Oder:

Euch und allen, die heute ihr Gedächtnis begehen, schenke Gott die wahre Freude und den ewigen Lohn.

A.: Amen.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist.

A.: Amen.

V.: Gehet hin in Frieden.

A.: Dank sei Gott, dem Herrn.

 

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