14. März

Hl. Mathilde

Königin

 

Mathildes Vater war der Sachsenherzog Dieterich, ein Urenkel des Sachsenherzogs Widukind, des Feindes Karls d. Gr. und seiner Politik. Mathilde wurde im Stift Herford erzogen. 913 wurde sie mit dem Sachsenherzog Heinrich vermählt, der 919 deutscher Kaiser wurde. Der äl­teste ihrer drei Söhne war Otto (als Kaiser: Otto I), der zweite der heilige Bruno, Bischof von Köln. Mathilde hat ihrem Gatten oft nützli­chen Rat gegeben und seinen Zorn besänftigt, wofür er ihr auf seinem Sterbelager dankte. Im Streit ihrer Söhne Otto und Heinrich stand sie zunächst auf der Seite Heinrichs, söhnte sich dann aber mit beiden aus. Ihr Leben war ausgefüllt mit Gebet, Arbeit und Taten der Näch­stenliebe. Sie starb am 14. März 968 und wurde in Quedlinburg neben ihrem Gatten beigesetzt.

 

Commune-Texte:

Messformulare für heilige Frauen

Schriftlesungen für heilige Frauen

 

 

Tagesgebet

Gott, du liebst die Menschen,

die Frieden stiften und barmherzig sind.

Mit deiner Hilfe

hat die heilige Königin Mathilde

Streitende versöhnt und den Notleidenden geholfen.

Schenke auch uns Güte und Geduld

und mache uns zum Werkzeug deines Friedens.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur Lesung Der erste Teil dieser Lesung (16, 1-9) enthält Sätze allgemeinen Charakters über Gottes Führung und Anspruch. „Der Mensch denkt, und Gott lenkt“ (vgl. 16, 1.9). Gott urteilt auch über das Tun der Menschen. Nur was vor ihm bestehen kann, hat ewiges Gewicht. - Die Sätze 16, 10-12 (10-15) zeichnen das Idealbild eines Herrschers. Der König ist nach der alten Auffassung der Statthalter Gottes. Deshalb leuchtet in allem, was er sagt und tut, etwas vom Glanz Gottes. Vor allem die Gerechtigkeit Gottes soll im Walten des Königs sichtbar werden. - Zu 16, 1-9: Mt 10, 19-20; 1 Petr 5, 7; Spr 19, 21; 20, 24; Jer 10, 23; Tob 4, 19. - Zu 16, 10-12: Mi 6,11; Sir 42, 4.

 

 

Lesung                                                                                                                Spr 16, 1-12

Ein Thron steht fest durch Gerechtigkeit

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter

1Der Mensch entwirft die Pläne im Herzen, doch vom Herrn kommt die Antwort auf der Zunge.

2Jeder meint, sein Verhalten sei fehlerlos, doch der Herr prüft die Geister.

3Befiehl dem Herrn dein Tun an, so werden deine Pläne gelingen.

4Alles hat der Herr für seinen Zweck erschaffen, so auch den Frevler für den Tag des Unheils.

5Ein Gräuel ist dem Herrn jeder Hochmütige; er bleibt gewiss nicht ungestraft.

6Durch Liebe und Treue wird Schuld gesühnt, durch Gottesfurcht weicht man dem Bösen aus.

7Gefallen dem Herrn die Wege eines Menschen, so versöhnt er auch seine Feinde mit ihm.

8Besser wenig und gerecht als viel Besitz und Unrecht.

9Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der Herr lenkt seinen Schritt.

10Gottesentscheid kommt von den Lippen des Königs, sein Mund verfehlt sich nicht, wenn er ein Urteil fällt.

11Rechte Waage und Waagschalen sind Sache des Herrn, sein Werk sind alle Gewichtssteine im Beutel.

12Frevlerisches Tun ist Königen ein Gräuel; denn ein Thron steht fest durch Gerechtigkeit.

 

 

Antwortpsalm                                        Spr 31, 10-11.15 u. 20. 26-27.28-29 (R: 29)

          R Viele Frauen erwiesen sich tüchtig,                                                                      (GL 645, 3)

          doch du übertriffst sie alle. - R

10      Eine tüchtige Frau, wer findet sie?                                                                                 II. Ton

          Sie übertrifft alle Perlen an Wert.

11      Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie,

          und es fehlt ihm nicht an Gewinn. - (R)

15      Noch bei Nacht steht sie auf,

          um ihrem Haus Speise zu geben.

20      Sie öffnet ihre Hand für den Bedürftigen

          und reicht ihre Hände dem Armen. - (R)

26      Öffnet sie ihren Mund, dann redet sie klug,

          und gütige Lehre ist auf ihrer Zunge.

27      Sie achtet auf das, was vorgeht im Haus,

          und isst nicht träge ihr Brot. - (R)

28      Ihre Söhne stehen auf und preisen sie glücklich,

          auch ihr Mann erhebt sich und rühmt sie:

29      Viele Frauen erwiesen sich tüchtig,

          doch du übertriffst sie alle. - R

 

 

Ruf vor dem Evangelium                                                     Vers: Ps 26 (25), 8

Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit! - R

Herr, ich liebe den Ort, wo dein Tempel steht,

die Stätte, wo deine Herrlichkeit wohnt.

Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit!

 

 

Zum Evangelium Um „Gerechtigkeit“, d. h. um das rechte Tun des Menschen vor Gott, ging es auch den Schriftgelehrten und den Pharisäern; es war ihnen Ernst damit. Jesus fordert nicht mehr als sie; er fordert etwas völlig anderes. Sechs scharfe Gegenüberstellungen (Mt 5, 21-48) machen deutlich, worin sich die neue Gerechtigkeit von der alten unterscheidet „Ich aber sage euch“: Jesus sagt neu, was Gott einst durch Mose gesagt hat. Gott richtet nicht nach der äußeren Tat, sondern nach der Entscheidung des Herzens, des inneren Menschen. Im Fall des Mordes: Groll und Hass wiegen so schwer wie der ausgeführte Mord. Auch die in Geschichte und Gegenwart geführten Kriege haben letzten Endes ihre Wurzel in diesem Hass; der Krieg beginnt also lange vor der Kriegserklärung. Das ist zum Erschrecken. Aber wenn Gott die Liebe und wenn der Mitmensch mein Bruder meine Schwester ist, kann es im Bereich des Hasses ebenso wie in dem der Liebe keine privaten Harmlosigkeiten geben. Was der Einzelne tut, und auch schon was er denkt und will, betrifft alle, im Guten wie im Bösen. - Röm 8, 4; 10, 3; Jak 2, 10-12; Ex 20, 13; Lev 19, 18; Sir 10, 6; 1 Joh 3, 14-15; Eph 4, 26; Jak 1, 19-20; 4, 1; Lk 12, 57-59.

 

 

Evangelium                                                                               Mt 5, 21-24

Geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder!

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

21Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.

22Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

23Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,

24so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.

 

 

Fürbitten

Jesus Christus, der uns zu tatkräftiger Liebe aufruft, bitten wir:

Für alle Christen: rufe sie zur Versöhnung mit Gott und unterein­ander. (Stille) Herr, erbarme dich.

A.: Christus, erbarme dich.

Für unser Volk: gib ihm Einigkeit und Frieden. (Stille) Herr erbarme dich.

Für die Wohlhabenden: öffne ihre Herzen für die Nöte der Bedürftigen. (Stille) Herr, erbarme dich.

Für unsere Mütter: lass sie nicht verzagen, wenn die Kinder ihre eigenen Wege gehen. (Stille) Herr, erbarme dich.

Herr, unser Gott, auf die Fürbitte der heiligen Mathilde lass auch uns Streit schlichten und Frieden stiften durch Christus, unseren Herrn.     A.: Amen.

 

 

Perikopen

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