25. Mai

Hl. Gregor VII.

Papst

 

Sein Taufname war Hildebrand. Er stammte aus der Toscana, kam zum Studium nach Rom und wurde dort Sekretär seines früheren Lehrers, des Papstes Gregor VI. Nach dessen Tod wurde Hildebrand Benediktiner in Cluny; aber 1049 nahm ihn der deutsche Papst Leo IX. wieder mit nach Rom, wo er allmählich großen Einfluss gewann. 1073 wurde er zum Papst gewählt und nannte sich Gregor VII. Er kämpfte für die Reform der Kirche und die Rechte des Papsttums. Dabei stieß er auf starke Widerstände. Er exkommunizierte 1076 Kaiser Heinrich IV., der nicht auf sein Recht, kirchliche Ämter zu besetzen, verzichten wollte. Der Kaiser ging 1077 nach Canossa und tat Buße. Er erhielt die Lossprechung, aber der Streit war damit nicht beendet. Der Papst sprach über den Kaiser zum zweiten Mal den Bann aus, worauf dieser mit einem Herr gegen Rom zog und die Stadt 1084 eroberte. Gregor starb 1085 im Exil in Salerno. Seine Reformidee hat sich weitgehend durchgesetzt.

 

Commune-Texte:

Messformulare für Päpste

Schriftlesungen für Hirten der Kirche (Bischöfe)

 

 

Tagesgebet

Herr, unser Gott,

du hast den heiligen Papst Gregor ausgezeichnet

durch Starkmut und Eifer für die Gerechtigkeit.

Gib auch heute deiner Kirche den Mut,

dem Unrecht entgegenzutreten

und das Recht mit Freimut und Liebe zu tun.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur Lesung Im ersten Teil seiner Abschiedsrede in Milet (Apg 20,18-27) hat Paulus von sich selbst gesprochen. Der zweite Teil (20,28-35) beginnt mit einem Imperativ an die Vorsteher (Episkopos - Bischof) der Gemeinde: „Gebt acht ...!“ Die Gemeinden, die sie leiten, sind Gottes heiliges Volk, sein Eigentum geworden durch das Blut des Sohnes geführt vom Heiligen Geist. Es ist das Werk des dreifaltigen Gottes, das den Hirten der Kirche anvertraut ist (20,28). Wachsamkeit gegen Gefahren von außen und von innen wird notwendig sein (20,29-31), aber es besteht kein Grund zu Pessimismus und Verzagtheit. „Gott und das Wort seiner Gnade“: das ist das Fundament des Baues und die Kraft zum Bauen (20,32). Zum Schluss verweist Paulus auf seine eigene Erfahrung: Wer sich restlos dem heiligen Dienst weiht, der erfährt etwas vom Glück Gottes: „Geben ist seliger als nehmen“. - Joh 21,15-17; 1 Tim 4,16; 1 Petr 5,1-3; Hebr 13,17; Mt 7,15; 2 Petr 2,1-2; Dtn 33,3-4; Eph 2,19-22; 4,28; 6,18.

 

 

ERSTE Lesung

Apg 20, 17-18a.28-32.36

Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen

17schickte Paulus von Milet aus jemand nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen.

18aAls sie bei ihm eingetroffen waren, sagte er:

28Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.

29Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen.

30Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen.

31Seid also wachsam, und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, unter Tränen jeden Einzelnen zu ermahnen.

32Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.

36Nach diesen Worten kniete er nieder und betete mit ihnen allen.

 

 

Antwortpsalm

Ps 110 (109), 1-2.3.4-5 (R: 4b)

          R Du bist Priester auf ewig

(GL 684, 1)

          nach der Ordnung Melchisedeks. - R
1        So spricht der Herr zu meinem Herrn:

II. Ton

          Setze dich mir zur Rechten,

          und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße.

2        Vom Zion strecke der Herr das Zepter deiner Macht aus:

          „Herrsche inmitten deiner Feinde!“ - (R)

3        Dein ist die Herrschaft am Tage deiner Macht,

          wenn du erscheinst in heiligem Schmuck;

          ich habe dich gezeugt noch vor dem Morgenstern,

          wie den Tau in der Frühe. - (R)

4        Der Herr hat geschworen, und nie wird‘s ihn reuen:

          „Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.“

5        Der Herr steht dir zur Seite;

          er zerschmettert Könige am Tage seines Zornes. - R

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: Mk 1, 17b

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Folgt mir nach!

Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium Für die Jünger Jesu ist es wesentlich, seine Lehre zu verstehen, und dazu ist es auch notwendig, Klarheit über seine Person zu haben. Diese Klarheit zu schaffen ist der Zweck der Frage Jesu: Für wen halten die Leute den Menschensohn? „Die Leute“ – „ihr aber“ – „Simon Petrus“: das sind drei Stufen des Glaubens und des Erkennens. Im Markusevangelium lautet die Antwort des Petrus: „Du bist der Messias“ (Mk 8,29); bei Matthäus fügt er hinzu: „der Sohn des lebendigen Gottes“. Diese Antwort ist schon in Mt 14,33 vorbereitet, wo die Jünger in einer plötzlichen Helligkeit sagten: „Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.“ Auf Petrus und seinen Glauben baut Jesus seine Kirche; sie wird dem Ansturm der Todesmächte, den Nöten, die der Ankunft des Menschensohnes vorausgehen, nicht erlie­gen. Aber es ist keine triumphierende Kirche, die Jesus gründet. Er selbst, der Menschensohn, muss „vieles erleiden und getötet werden“ (16,21); auch Petrus wird lernen müssen, nicht das zu denken, „was die Menschen wollen“, sondern „das, was Gott will“ (16,23). - Mk 8,27-30; Lk 9,18-21.

 

 

Evangelium

Mt 16, 13-19

Du bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit,

13als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?

14Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.

15Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

16Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

17Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

18Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

19Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

 

 

Fürbitten

Zu Jesus Christus, der sich von keinem einschüchtern ließ, wollen wir beten:

Für den Papst und unsere Bischöfe: gib ihnen Eifer und Tatkraft, dem Heil der Menschen zu dienen. (Stille) Herr, erbarme dich.

A.: Christus, erbarme dich.

Für die Staatsmänner: hindere sie, die Religion zu ihren Zwecken zu missbrauchen. (Stille) Herr, erbarme dich.

Für alle, die wegen ihres Glaubens benachteiligt werden: mach sie standhaft durch deine Kraft. (Stille) Herr, erbarme dich.

Für unsere Gemeinde: hilf uns, aus deinem Wort unser Leben zu erneuern. (Stille) Herr, erbarme dich.

Starker Gott, der heilige Gregor hat unerschrocken die Rechte der Kirche verteidigt. Lass auch uns für die Kirche eintreten durch Christus, unseren Herrn.     A.: Amen.

 

Perikopen

Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite
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