2. November

Allerseelen

 

Der Allerseelentag am 2. November geht auf den heiligen Abt Odilo von Cluny zurück; er hat diesen Gedenktag in allen von Cluny abhängigen Klöstern eingeführt. Das Dekret Odilos vom Jahr 998 ist noch erhalten. Bald wurde der Allerseelentag auch außerhalb der Klöster gefeiert. Für Rom ist er seit Anfang des 14. Jahrhunderts bezeugt.

 

Wenn der 2. November auf einen Sonntag fällt, wird das Gedächtnis Allerseelen an diesem Tag begangen.

Statt der Schriftlesungen, die hier für die drei Messformulare angegeben sind, können auch andere gewählt werden.

 

I.

Eröffnungsvers

1 Thess 4, 14; 1 Kor 15, 22

Wie Jesus gestorben und auferstanden ist,

so wird Gott auch die in Jesus Entschlafenen mit ihm vereinen.

Denn wie in Adam alle sterben,

so werden in Christus einst alle lebendig gemacht.

 

 

Tagesgebet

Allmächtiger Gott,

wir glauben und bekennen,

dass du deinen Sohn

als Ersten von den Toten auferweckt hast.

Stärke unsere Hoffnung,

dass du auch unsere Brüder und Schwestern

auferwecken wirst zum ewigen Leben.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.

 

 

Zur 1. Lesung  Im 2. Makkabäerbuch, nicht lange vor dem Jahr 100 v. Chr. geschrieben, wird mehrfach der Glaube an die leibliche Auferstehung ausgesprochen. Nicht alle Juden haben diesen Glauben geteilt; zur Zeit Jesu wurde er von den Sadduzäern bestritten. Annehmbar ist ein solcher Glaube nur für den, der an die Macht des lebendigen Gottes glaubt. Die Stelle 2 Makk 12,45 ist im Alten Testament der einzige Text, der ausdrücklich von einem Läuterungszustand nach dem Tod und von der Fürbitte für die Verstorbenen spricht.

 

 

ERSTE Lesung

2 Makk 12, 43-45

Er handelte schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung

Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer

In jenen Tagen

43veranstaltete Judas, der Makkabäer, eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe. Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung.

44Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten.

45Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden.

 

 

Antwortpsalm

Ps 130 (129), 1-2.3-4.5-6b.6c-8 (R: 1)

          R Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. - R

(GL neu 518)

1        Aus der Tiefe rufe ich, Herr zu dir:

VII. Ton

2        Herr, höre meine Stimme!

          Wende dein Ohr mir zu;

          achte auf mein lautes Flehen! - (R)

3        Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,

          Herr, wer könnte bestehen

4        Doch bei dir ist Vergebung,

          damit man in Ehrfurcht dir dient. - (R)

5        Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,

          ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.

6ab    Meine Seele wartet auf den Herrn

          mehr als die Wächter auf den Morgen. - (R)

6c      Mehr als die Wächter auf den Morgen

7        soll Israel harren auf den Herrn.

          Denn beim Herrn ist die Huld,

          bei ihm ist Erlösung in Fülle.

8        Ja, er wird Israel erlösen von all seinen Sünden. - R

 

 

Zur 2. Lesung  Zwischen der Auferstehung Jesu und seiner Wiederkunft läuft die Zeit der Kirche, auch die Zeit unseres eigenen Lebens. An jenem Tag werden alle, die durch ihren Glauben und die Taufe zu Christus gehören, ihm entgegengehen, um für immer bei ihm zu sein. Das ist die Hoffnung, die es den Christen unmöglich macht, traurig zu sein wie die anderen, die keine Hoffnung haben.

 

 

Zweite Lesung

1 Thess 4, 13-18

Wir werden immer beim Herrn sein

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher

13Brüder, wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben.

14Wenn Jesus - und das ist unser Glaube - gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.

15Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben.

16Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen;

17dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein.

18Tröstet also einander mit diesen Worten!

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: vgl. Joh 11, 25a.26b

Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit![1] - R

(So spricht der Herr:)

Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.

Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit!

 

 

Zum Evangelium „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“, sagt Jesus zu Marta. Er wird das Licht des Lebens haben, er wird gerettet werden. „Glaubst du das?“ Die Frage ist an uns gerichtet, an uns Christen des 20. Jahrhunderts. Marta hat mit einem Bekenntnis zu Jesus als dem von Gott gesandten Messias und Retter geantwortet. Er selbst ist unser Leben und unsere Auferstehung.

 

 

Evangelium

Joh 11, 17-27

Ich bin die Auferstehung und das Leben

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit

17als Jesus in Betánien ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.

18Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt.

19Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.

20Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.

21Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.

22Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.

23Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.

24Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.

25Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,

26und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?

27Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

 

Am Sonntag: Glaubensbekenntnis

 

 

Fürbitten

Jesus Christus, der das ewige Leben verheißen hat, bitten wir:

Bewahre der Kirche die feste Zuversicht, dass die Toten auferstehen.

A.: Wir bitten dich, erhöre uns.

Erbarme dich aller Menschen, damit sie in dein Reich gelangen,

Steh den Sterbenden bei, und tröste sie durch deine Verheißungen.

Vergib unseren Verstorbenen ihre Schuld, und schenke ihnen das ewige Leben.

Denn du bist die Auferstehung und das Leben. Dir sei Lob und Ehre in alle Ewigkeit.     A.: Amen.

 

 

Gabengebet

Herr unser Gott,

schau gütig auf unsere Gaben.

Nimm deine Diener und Dienerinnen auf

in die Herrlichkeit deines Sohnes,

mit dem auch wir

durch das große Sakrament der Liebe verbunden sind.

Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 

Präfationen von den Verstorbenen

 

 

Kommunionvers

Joh 11, 25-26

So spricht der Herr:

Ich bin die Auferstehung und das Leben;    

wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,

und jeder, der lebt und an mich glaubt,

wird in Ewigkeit nicht sterben.

 

 

Schlussgebet

Barmherziger Gott,

wir haben das Gedächtnis

des Todes und der Auferstehung Christi gefeiert

für unsere Brüder und Schwestern.

Führe sie vom Tod zum Leben,

aus dem Dunkel zum Licht,

aus der Bedrängnis in deinen Frieden.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Feierlicher Schlusssegen

Die Gnade seines Segens schenke euch der Gott allen Trostes, der uns aus Liebe erschaffen und uns in Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung geschenkt hat. (A.: Amen.)

Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden, die Verstorbenen führe er in sein Licht und seinen Frieden. (A.: Amen.)

Der Lebenden und der Toten erbarme sich Christus, der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist. (A.: Amen.)

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist. A.: Amen.

V.: Gehet hin in Frieden.

A.: Dank sei Gott, dem Herrn

 

 

II.

Eröffnungsvers

Vgl. 4 Esra 2, 34-35

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen.

 

 

Tagesgebet

Herr, unser Gott,

du bist das Licht der Glaubenden

und das Leben der Heiligen.

Du hast uns durch den Tod

und die Auferstehung deines Sohnes erlöst.

Sei deinen Dienern und Dienerinnen gnädig,

die das Geheimnis unserer Auferstehung

gläubig bekannt haben,

und lass sie auf ewig deine Herrlichkeit schauen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur 1. Lesung Die Offenbarung der Unsterblichkeit des Menschen und seiner Auferstehung zu einem neuen Leben hat sich im Alten Testament auf vielfache Weise vorbereitet. Der Glaube an die Gerechtigkeit Gottes, auch die Überzeugung, dass die Freundschaft Gottes mit einem Menschen den Tod überdauern müsse, sowie das Wissen um Gottes Macht und Größe: das alles führte zu der Überzeugung, dass der Tod nicht das Ende des Menschenlebens sein könne. Für Ijob, der alles verloren hat und den Tod vor sich sieht, bleibt am Schluss die Gewissheit, dass Gott lebt; er hat jetzt sein Gesicht vor Ijob verborgen, aber er wird sich ihm wieder zuwenden, nicht als Fremder, sondern als Freund. Das wird die Erfüllung seines Lebens sein.

 

 

ERSTE Lesung

Ijob 19, 1.23-27 (19, 1.23-27a)

Ich weiß: mein Erlöser lebt

Lesung aus dem Buch Ijob

1Ijob nahm das Wort und sprach:

23Dass doch meine Worte geschrieben würden, in einer Inschrift eingegraben

24mit eisernem Griffel und mit Blei, für immer gehauen in den Fels.

25Doch ich, ich weiß: mein Erlöser lebt, als Letzter erhebt er sich über dem Staub.

26Ohne meine Haut, die so zerfetzte, und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen.

27Ihn selber werde ich dann für mich schauen; meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.

 

 

Antwortpsalm

Ps 42 (41), 2-3a.3b u. 5; Ps 43 (42), 3-4 (R: 42 [41], 3ab)

          R Meine Seele dürstet nach Gott,

(GL neu 420 oder 42, 1)

          nach dem lebendigen Gott. - R

2        Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,

II. oder VI. Ton

          so lechzt meine Seele, Gott nach dir.

3a      Meine Seele dürstet nach Gott,

          nach dem lebendigen Gott. - (R)

3b      Wann darf ich kommen

          und Gottes Antlitz schauen?

5        Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke:

          wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar,

          mit Jubel und Dank in feiernder Menge. - (R)

3        Sende dein Licht und deine Wahrheit, damit sie mich leiten;

          sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung.

4                So will ich zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner Freude!

          Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott mein Gott. -R

 

 

Zur 2. Lesung  Jesus hat Gott seinen Vater genannt. Anders als alle Geschöpfe ist er Gottes Sohn. Der Geist, der vom Vater ausgeht, erfüllt und führt ihn und verherrlicht ihn. Denselben Geist empfängt in der Taufe der Glaubende, er wird in den Lebensstrom zwischen Vater und Sohn einbezogen, er wird im Sohn ebenfalls zum Sohn. Als Söhne sind wir auch „Erben Gottes“. Dem Menschen ist Gottes Schöpfung anvertraut; durch den Menschen soll die ganze Schöpfung am ewigen Leben Gottes teilhaben: durch die „Erlösung unseres Leibes“ zur „Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes“. Das gemeinsame Leiden des Menschen und der Kreatur sind die Geburtswehen der neuen Schöpfung.

 

 

Zweite Lesung

Röm 8, 14-23

Wir warten auf die Erlösung unseres Leibes

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Brüder!

14Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.

15Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!

16So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.

17Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

18Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.

19Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.

20Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung:

21Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

22Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.

23Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: vgl. Joh 14, 2a.3b

Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit! - R

(So spricht der Herr:)

Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen.

Ich werde wiederkommen und euch zu mir holen,

damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit!

 

 

Zum Evangelium Die Jünger haben Mühe, zu verstehen, was Jesus mit seinem Weggehen meint. In der Frage „Wohin gehst du?“ ist die größere Frage verborgen: Wer bist du? Und die andere Frage: Wohin gehen wir? Was sind wir, was werden wir endgültig sein? Jesus antwortet mit seinem göttlichen „Ich bin“. Auf diesem „Ich“ liegt das ganze Gewicht der Aussage: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Der Weg ist nicht vom Ziel getrennt; wer auf diesem Weg die Wahrheit sucht, der hat sie schon gefunden, und er hat, weil er Jesus hat, auch das Leben gefunden, jetzt schon.

 

 

Evangelium

Joh 14, 1-6

Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

1Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!

2Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?

3Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

4Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr.

5Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin die gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?

6Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

 

Am Sonntag: Glaubensbekenntnis

 

 

Fürbitten

Im Gebet rufen wir zu Jesus Christus, der an uns die Herrlichkeit der Kinder Gottes offenbaren will:

Für alle Christen: bestärke ihren Glauben an das ewige Leben. (Stille) Christus, höre uns.

A.: Christus, erhöre uns.

Für alle Menschen: wende dich ihnen zu, dass sie zu dir gelangen. (Stille) Christus, höre uns.

Für alle, die mit Schuld beladen sind: befreie und rette sie. (Stille) Christus, höre uns.

A.: Christus, erhöre uns.           

Für unsere Verstorbenen: vollende an ihnen die Erlösung. (Stille) Christus, höre uns.

Denn du hast uns im Hause deines Vaters eine Wohnung bereitet. Dir, dem König der ewigen Herrlichkeit, sei Lob und Ehre in alle Ewigkeit.     A.: Amen.

 

 

Gabengebet

Allmächtiger und barmherziger Gott,

du hast deine Diener und Dienerinnen

durch das Wasser der Taufe geheiligt.

Reinige sie im Blute Christi von ihren Sünden

und führe sie voll Erbarmen zur letzten Vollendung.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Präfationen von den Verstorbenen

 

 

Kommunionvers

Vgl. 4 Esra 2, 35.34

Das ewige Licht leuchte ihnen, o Herr,

bei deinen Heiligen in Ewigkeit; denn du bist unser Vater.

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,

und das ewige Licht leuchte ihnen; denn du bist unser Vater.

­

 

Schlussgebet

Herr, unser Gott,

wir haben das Mahl deines Sohnes gefeiert,

der sich für uns geopfert hat

und in Herrlichkeit auferstanden ist.

Erhöre unser Gebet

für deine Diener und Dienerinnen.

Läutere sie durch das österliche Geheimnis Christi

und lass sie auferstehen zur ewigen Freude.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Feierlicher Schlusssegen

Die Gnade seines Segens schenke euch der Gott allen Trostes, der uns aus Liebe erschaffen und uns in Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung geschenkt hat. (A.: Amen.)

Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden, die Verstorbenen führe er in sein Licht und seinen Frieden. (A.: Amen.)

Der Lebenden und der Toten erbarme sich Christus, der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist. (A.: Amen.)

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist. A.: Amen.

V.: Gehet hin in Frieden.

A.: Dank sei Gott, dem Herrn

 

 

III.

Eröffnungsvers

Vgl. Röm 8, 11

Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat,

wird auch unseren sterblichen Leib lebendig machen

durch seinen Geist, der in uns wohnt.

 

 

Tagesgebet

Allmächtiger Gott,

du hast deinen Sohn

als Sieger über den Tod zu deiner Rechten erhöht.

Gib deinen verstorbenen Dienern und Dienerinnen

Anteil an seinem Sieg über die Vergänglichkeit,

damit sie dich, ihren Schöpfer und Erlöser,

schauen von Angesicht zu Angesicht.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur 1. Lesung Die Kapitel 24-27 des Jesajabuches werden zu den so genannten apokalyptischen Texten gerechnet, d. h. zu den Schriften, deren Hauptthema die Verwirklichung der Gottesherrschaft in der Endzeit ist. Von einer Auferweckung der Toten ist zwar im Jesaja-Text noch nicht die Rede. Wenn aber gesagt wird, dass Gott alle Völker zu einem Festmahl versammelt, dass es keinen Tod und keine Trauer mehr geben wird, dann darf auch jeder Einzelne auf Rettung hoffen: auf die Rettung, die von Gott kommt und die in der bleibenden Gemeinschaft mit Gott besteht.

 

 

Erste Lesung

Jes 25, 6a.7-9

Gott, der Herr, beseitigt den Tod für immer

Lesung aus dem Buch Jesaja

An jenem Tag

6awird der Herr der Heere auf diesem Berg - dem Zion - für alle Völker ein Festmahl geben.

7Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die Decke, die alle Völker bedeckt.

8Er beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. Ja, der Herr hat gesprochen.

9An jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, er wird uns retten. Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat.

 

 

Antwortpsalm

Ps 23 (22), 1-3.4.5.6 (R: 1)

          R Der Herr ist mein Hirte,

(GL neu 37, 1)

          nichts wird mir fehlen. - R

1        Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

VI. Ton

2        Er lässt mich lagern auf grünen Auen

          und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

3        Er stillt mein Verlangen;

          er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. - (R)

4        Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,

          ich fürchte kein Unheil;

          denn du bist bei mir,

          dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. - (R)

5        Du deckst mir den Tisch

          vor den Augen meiner Feinde.

          Du salbst mein Haupt mit Öl,

          du füllst mir reichlich den Becher. - (R)

6        Lauter Güte und Huld

          werden mir folgen mein Leben lang,

          und im Haus des Herrn

          darf ich wohnen für lange Zeit. - R

 

 

Zur 2. Lesung  In der Gemeinde von Philippi gab es Leute, die den Leib missachteten, andere, die ihn überschätzten. Es ist ein armseliger Leib, sagt Paulus; aber Christus, der Auferstandene, hat die Macht, diesen Leib in seine eigene Herrlichkeit aufzunehmen, ihm den Glanz seiner Gottheit mitzuteilen. Bei ihm, „im Himmel“, ist jetzt schon unsere Heimat. Er ist unsere Zukunft. Er stellt unser gegenwärtiges Leben und seine Werte in Frage; er zeigt uns das Bleibende.

 

 

Zweite Lesung

Phi1 3, 20-21

Christus wird uns verwandeln in die Gestalt seines verherrlichten Leibes

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper

Brüder!

20Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter,

21der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: Mt 25, 34

Lob dir, Christus, König und Erlöser! - R

(So spricht der Herr:)

Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,

nehmt das Reich in Besitz,

das seit Erschaffung der Welt für Euch bestimmt ist.

Lob dir, Christus, König und Erlöser!

 


Zum Evangelium Der junge Mann aus Nain war das einzige Kind seiner Mutter. Jesus hat ihn auferweckt, um die Mutter zu trösten, aber auch, um die Macht der Liebe Gottes zu offenbaren, um zu sagen: Die Zeit ist gekommen, die Verheißungen gehen in Erfüllung, Tote stehen auf, den Armen wird das Evangelium verkündet.

 

 

Evangelium

Lk 7, 11-17

Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit

11ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm.

12Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.

13Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht!

14Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!

15Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.

16Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.

17Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.

 

Am Sonntag: Glaubensbekenntnis

 

 

Fürbitten

Zu Jesus Christus, der die Macht des Todes überwunden hat, beten wir:

Gib allen Gläubigen Anteil am Erbe der Heiligen, die im Lichte sind.

A.: Herr, erhöre unser Gebet.

Führe alle Menschen zum ewigen Heil.

Wandle Angst in Hoffnung und Traurigkeit in Freude.

Schenke den Verstorbenen die ewige Heimat im Himmel.

Allmächtiger Vater, lass alle deine Güte erfahren, die du als deine Kinder angenommen hast, durch Christus, unseren Herrn.

A.: Amen.

 

 

Gabengebet

Herr, unser Gott,

nimm die Gabe an, die wir darbringen

für deine Diener und Dienerinnen

und für alle, die in Christus entschlafen sind.

Befreie durch dieses einzigartige Opfer

unsere Verstorbenen aus den Fesseln des Todes

und schenke ihnen das unvergängliche Leben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Präfationen von den Verstorbenen

 

Kommunionvers

Phil 3, 20-21

Wir erwarten den Retter, den Herrn Jesus Christus,

der unseren armseligen Leib verwandeln wird

in die Gestalt seines verherrlichten Leibes.

 

 

Schlussgebet

Barmherziger Gott,

wir haben das Opfer dargebracht,

das du in Gnaden annimmst.

Erbarme dich unserer Verstorbenen.

Du hast sie in der Taufe als deine Kinder angenommen;

schenke ihnen in der Freude des Himmels

das verheißene Erbe.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Feierlicher Schlusssegen

Die Gnade seines Segens schenke euch der Gott allen Trostes, der uns aus Liebe erschaffen und uns in Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung geschenkt hat. (A.: Amen.)

Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden, die Verstorbenen führe er in sein Licht und seinen Frieden. (A.: Amen.)

Der Lebenden und der Toten erbarme sich Christus, der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist. (A.: Amen.)

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist. A.: Amen.

V.: Gehet hin in Frieden.

A.: Dank sei Gott, dem Herrn.

 



[1] Oder einer der vorgesehenen Rufe: an Allerseelen und in Messen für Verstorbene oder das Halleluja.

 

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