18. September

Hl. Lambert

Bischof, Glaubensbote, Märtyrer

 

Lambert, in Maastricht geboren, wurde Nachfolger des Bischofs Theodard von Maastricht, seines Onkels, als dieser um 670 ermordet wurde. Als 676 (675) sein Freund, der austrasische König Childerich II. erschlagen wurde, musste Lambert in die Verbannung gehen und lebte sieben Jahre in Stablo streng nach der Klosterregel. 681 konnte er in seine Bischofsstadt zurückkehren. Er ging daran, die Diözese wieder in Ordnung zu bringen, und arbeitete, zusammen mit dem hl. Willibrord, an der Bekehrung der Heiden, die in Nordbrabant noch ziemlich zahlreich waren. In einer Fehde, über deren Ursache die Berichte nicht übereinstimmen, wurde Lambert am 17. September 705 von einem Speer durchbohrt, während er in einer Kirche in Lüttich betete. Sein Leib wurde zuerst in Maastricht beigesetzt, später, bei der Verlegung des Bischofssitzes, nach Lüttich überführt.

 

Commune-Texte:

Messformular für Bischöfe

oder für Glaubensboten

oder für Märtyrer

Schriftlesungen für Hirten der Kirche (Glaubensboten)

oder für Märtyrer

 

 

Tagesgebet

Gott, von dem alles Gute kommt,

aus Liebe zu dir

hat der heilige Bischof und Märtyrer Lambert

Besitz und Leben gering geachtet.

Gib uns auf seine Fürsprache die Freiheit des Geistes,

damit wir uns

ohne Zögern deiner Führung überlassen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur Lesung Die Hirten Israels, d. h. seine Könige und die Führungsschicht, haben versagt. Sie haben ihre Macht missbraucht, für die Schwachen und Armen nicht gesorgt und nur sich selbst gemästet (Ez 34,1-6). Darum (Vers 7) ist über sie der Gerichtstag gekommen, „der dunkle, düstere Tag“ der Zerstörung Jerusalems (587 v. Chr.). Jetzt aber will Gott selbst der Hirt seines Volkes sein, er will das Volk wieder in sein Land zurückführen und vor allem für die Schwachen und Verlorenen sorgen. In der Fortsetzung wird noch gesagt, dass Gott einen einzigen Hirten für sein Volk bestellen und einen neuen Bund mit ihm schließen wird (34,23-25). Das Wann und Wie dieses rettenden Eingreifens bleibt beim Propheten unbestimmt; in der Person Jesu hat die Verheißung ihre letzte Deutung und Erfüllung gefunden (vgl. Lk 15; Joh 10). - Jes 54,7-10; Jer 23,1-6; Mi 7,18-20; Sach 11,4-17; Lk 19,10.

 

 

ERSTE Lesung

Ez 34, 11-16

Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist

Lesung aus dem Buch Ezechiel

11So spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern.

12Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben.

13Ich führe sie aus den Völkern heraus, ich hole sie aus den Ländern zusammen und bringe sie in ihr Land. Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide, in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.

14Auf gute Weide will ich sie führen, im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein. Dort sollen sie auf guten Weideplätzen lagern, auf den Bergen Israels sollen sie fette Weide finden.

15Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen - Spruch Gottes, des Herrn.

16Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.

 

 

Antwortpsalm

Ps 23 (22), 1-3.4.5.6 (R: 1)

          R Der Herr ist mein Hirte,

(GL neu 37, 1)

          nichts wird mir fehlen. - R

1        Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

VII. Ton

2        Er lässt mich lagern auf grünen Auen

          und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

3        Er stillt mein Verlangen;

          er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. - (R)

4        Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,

          ich fürchte kein Unheil;

          denn du bist bei mir,

          dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. - (R)

5        Du deckst mir den Tisch

          vor den Augen meiner Feinde.

          Du salbst mein Haupt mit Öl,

          du füllst mir reichlich den Becher. - (R)  

6        Lauter Güte und Huld

          werden mir folgen mein Leben lang,

          und im Haus des Herrn

          darf ich wohnen für lange Zeit. - R

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: Joh 10, 14

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Ich bin der gute Hirt.

Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium „Hirten“ nannten sich in der alten Welt die Könige und Führer des Volkes (vgl. Ez 34). Jesus ist der wahre, der „gute Hirt“, er hält den Seinen die Treue bis zum Opfer des Lebens. Erst im Licht des Osterereignisses (Tod und Auferstehung) offenbart das Bildwort vom guten Hirten seine tiefe Wahrheit, die Einheit zwischen Jesus und dem Vater und die Gemeinschaft, die ihn mit seiner Jüngergemeinde verbindet. Zwei ernste Mahnungen enthält das Wort vom guten Hirten: an alle die Mahnung zur Einheit im Glauben und in der Liebe; an die Hirten, die Verantwortlichen in der Gemeinde, die Mahnung, es dem guten Hirten nachzutun und der anvertrauten „Herde“ zu dienen, nicht sie beherrschen zu wollen. Dienen heißt: für die anderen da sein, arbeiten, leben, leiden. - Hebr 13,20-21; Jer 23,1-2; Ez 34,3-10; Joh 10,26-27; Eph 2,14-18.

 

 

Evangelium

Joh 10, 11-16

Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus:

11Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.

12Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht,

13weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.

14Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich,

15wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.

16Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.

 

 

Fürbitten

Wir beten zu Jesus Christus, dem guten Hirten seines Volkes:

Für die Kirche in den Niederlanden: erhalte ihr die Einheit des Glaubens in der einen Kirche. (Stille) Herr, erbarme dich.

A.: Christus, erbarme dich.

Für die Regierenden: bewahre sie vor der Versuchung, ihre Macht zu missbrauchen. (Stille) Herr, erbarme dich.

Für alle, die um des Glaubens willen leiden müssen: steh ihnen bei, und rette sie. (Stille) Herr, erbarme dich.

Für unsere Gemeinde: mach uns bereit, dir vorbehaltlos zu folgen. (Stille) Herr, erbarme dich.

Allmächtiger Gott, die Fürbitte des heiligen Bischofs Lambert helfe uns, unserem Glauben treu zu bleiben durch Christus, unseren Herrn.     A.: Amen.

 

 

Perikopen

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