Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten – Christtag

Am Heiligen Abend

Aus pastoralen Gründen ist es erlaubt, schon am Weihnachtsabend statt der hier vorgesehenen Texte diejenigen der Mitternachtsmesse zu nehmen.

Gott schweigt nicht für immer. Er hat durch die Propheten gesprochen; er spricht durch den Sohn, der sein Wort ist. „Heute sollt ihr es erfahren“ (Eröffnungsvers), heute kommt er als der verborgene Gott; „morgen“ wird er kommen mit Macht, um sein Werk zu vollenden. Dann werdet ihr „seine Herrlichkeit schauen“.

EröffnungsversVgl. Ex 16, 6–7

Heute sollt ihr es erfahren:
Der Herr kommt, um uns zu erlösen,
und morgen werdet ihr seine Herrlichkeit schauen.

Ehre sei Gott

Tagesgebet

Gütiger Gott,
Jahr für Jahr erwarten wir voll Freude
das Fest unserer Erlösung.
Gib, dass wir deinen Sohn von ganzem Herzen
als unseren Retter und Heiland aufnehmen,
damit wir ihm
voll Zuversicht entgegengehen können,
wenn er am Ende der Zeiten als Richter wiederkommt.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Zur 1. Lesung   Erlösung, Heil, Herrlichkeit: Wir haben Mühe, diese Worte richtig zu verstehen. Freiheit, Gesundheit, Friede, Glück: Diese Worte verstehen wir besser. Das meint der Prophet, der in Jes 62 als Beter und Tröster spricht. Im Glauben weiß er: Gott wird ihn hören, denn Gott liebt sein Volk und seine heilige Stadt.

Erste LesungJes 62, 1–5

Der Herr hat an dir Gefallen

Lesung
aus dem Buch Jesája.

1Um Zions willen werde ich nicht schweigen,
um Jerusalems willen nicht still sein,
bis hervorbricht wie ein helles Licht seine Gerechtigkeit
und sein Heil wie eine brennende Fackel.
2Dann sehen die Nationen deine Gerechtigkeit
und alle Könige deine Herrlichkeit.
Man ruft dich mit einem neuen Namen,
den der Mund des Herrn für dich bestimmt.
3Du wirst zu einer prächtigen Krone in der Hand des Herrn,
zu einem königlichen Kopfschmuck in der Hand deines Gottes.
4Nicht länger nennt man dich „Verlassene“
und dein Land nicht mehr „Verwüstung“,
sondern du wirst heißen: „Ich habe Gefallen an dir“
und dein Land wird „Vermählte“ genannt.
Denn der Herr hat an dir Gefallen
und dein Land wird vermählt.
5Wie der junge Mann die Jungfrau in Besitz nimmt,
so nehmen deine Söhne dich in Besitz.
Wie der Bräutigam sich freut über die Braut,
so freut sich dein Gott über dich.

AntwortpsalmPs 89 (88), 20a u. 4–5.16–17.27 u. 29 (Kv: 2a)

Kv Von der Huld des HerrnGL 657,3
will ich ewig singen. – Kv

20aEinst hast du in einer Vision zu deinen Frommen gesprochen: /
4„Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten *
und David, meinem Knecht, geschworen:
5Auf ewig gebe ich deinem Haus festen Bestand *
und von Geschlecht zu Geschlecht gründe ich deinen Thron. – (Kv)
16Selig das Volk, das den Jubelruf kennt, *
Herr, sie gehen im Licht deines Angesichts.
17Sie freuen sich allezeit über deinen Namen *
und sie jubeln über deine Gerechtigkeit. – (Kv)
27Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du, *
mein Gott, der Fels meiner Rettung.
29Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren, *
mein Bund mit ihm ist verlässlich.“ – Kv

Zur 2. Lesung   Auf seiner ersten Missionsreise wird Paulus in Antiochia (in Pisidien) eingeladen, in der Synagoge am Sabbat ein „Wort des Trostes“ zu sagen. Er erinnert seine jüdischen Zuhörer an die Geschichte Israels von Abraham bis zu Johannes dem Täufer. Johannes hat auf Jesus hingewiesen und zur Umkehr aufgerufen. Niemand kann Jesus als den Retter und Herrn erkennen, wenn er nicht bereit ist, ein anderer Mensch zu werden.

Zweite LesungApg 13, 16–17.22–25

Aus Davids Geschlecht hat Gott dem Volk Israel Jesus als Retter geschickt

Lesung
aus der Apostelgeschichte.

16In der Synagoge von Antióchia in Pisídien stand Paulus auf,
gab mit der Hand ein Zeichen
und sagte:

Ihr Israeliten und ihr Gottesfürchtigen, hört!

17Der Gott dieses Volkes Israel hat unsere Väter erwählt
und das Volk in der Fremde erhöht, im Land Ägypten;
er hat sie mit hoch erhobenem Arm von dort herausgeführt.
22Dann erhob er David zu ihrem König,
von dem er bezeugte:
Ich habe David, den Sohn des Ísai,
als einen Mann nach meinem Herzen gefunden,
der alles, was ich will, vollbringen wird.
23Aus seinem Geschlecht
hat Gott dem Volk Israel, der Verheißung gemäß,
Jesus als Retter geschickt.
24Vor dessen Auftreten hat Johannes
dem ganzen Volk Israel eine Taufe der Umkehr verkündet.
25Als Johannes aber seinen Lauf vollendet hatte,
sagte er: Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet;
aber siehe, nach mir kommt einer,
dem die Sandalen von den Füßen zu lösen ich nicht wert bin.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja.
Morgen wird die Sünde der Erde getilgt
und über uns herrscht der Retter der Welt.
Halleluja.

Zum Evangelium   Sohn Davids, Sohn Abrahams: Als wahrer Mensch, als Kind eines bestimmten Volkes tritt der Sohn Gottes in diese Welt ein. Auf ihn, den Messias, war die Geschichte Israels hingeordnet; auf ihn warten die Völker der Erde, auch wenn sie es nicht wissen. – Mit Ehrfurcht schaut Josef, der stille und treue Helfer, auf das Geheimnis der ihm anvertrauten Frau.

1EvangeliumMt 1, 1–25

Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

1Buch des Ursprungs Jesu Christi,
des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams:
2Abraham zeugte den Ísaak,
Ísaak zeugte den Jakob,
Jakob zeugte den Juda und seine Brüder.
3Juda zeugte den Perez und den Serach
mit der Tamar.
Perez zeugte den Hezron,
Hezron zeugte den Aram,
4Aram zeugte den Amminádab,
Amminádab zeugte den Nachschon,
Nachschon zeugte den Salmon.
5Salmon zeugte den Boas
mit der Rahab.
Boas zeugte den Obed
mit der Rut.
Obed zeugte den Ísai,
6Ísai zeugte David, den König.
David zeugte den Sálomo
mit der Frau des Uríja.
7Sálomo zeugte den Rehábeam,
Rehábeam zeugte den Abíja,
Abíja zeugte den Asa,
8Asa zeugte den Jóschafat,
Jóschafat zeugte den Joram,
Joram zeugte den Usíja.
9Usíja zeugte den Jotam,
Jotam zeugte den Ahas,
Ahas zeugte den Hiskíja,
10Hiskíja zeugte den Manásse,
Manásse zeugte den Amos,
Amos zeugte den Joschíja.
11Joschíja zeugte den Jójachin und seine Brüder;
das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft.
12Nach der Babylonischen Gefangenschaft
zeugte Jójachin den Scheáltiël,
Scheáltiël zeugte den Serubbábel,
13Serubbábel zeugte den Ábihud,
Ábihud zeugte den Éljakim,
Éljakim zeugte den Azor.
14Azor zeugte den Zadok,
Zadok zeugte den Achim,
Achim zeugte den Éliud,
15Éliud zeugte den Eleásar,
Eleásar zeugte den Mattan,
Mattan zeugte den Jakob.
16Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias;
von ihr wurde Jesus geboren,
der der Christus genannt wird.
17Im Ganzen sind es also von Abraham bis David
vierzehn Generationen,
von David bis zur Babylonischen Gefangenschaft
vierzehn Generationen
und von der Babylonischen Gefangenschaft bis zu Christus
vierzehn Generationen.
18Mit der Geburt Jesu Christi war es so:
Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt;
noch bevor sie zusammengekommen waren,
zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete –
durch das Wirken des Heiligen Geistes.
19Josef, ihr Mann,
der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte,
beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
20Während er noch darüber nachdachte,
siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum
und sagte: Josef, Sohn Davids,
fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen;
denn das Kind, das sie erwartet,
ist vom Heiligen Geist.
21Sie wird einen Sohn gebären;
ihm sollst du den Namen Jesus geben;
denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
22Dies alles ist geschehen,
damit sich erfüllte,
was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
23Siehe: Die Jungfrau wird empfangen
und einen Sohn gebären
und sie werden ihm den Namen Immánuel geben,
das heißt übersetzt: Gott mit uns.
24Als Josef erwachte,
tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte,
und nahm seine Frau zu sich.
25Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar.
Und er gab ihm den Namen Jesus.

Oder Kurzfassung:

2EvangeliumMt 1, 18–25

Maria wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

18Mit der Geburt Jesu Christi war es so:
Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt;
noch bevor sie zusammengekommen waren,
zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete –
durch das Wirken des Heiligen Geistes.
19Josef, ihr Mann,
der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte,
beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
20Während er noch darüber nachdachte,
siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum
und sagte: Josef, Sohn Davids,
fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen;
denn das Kind, das sie erwartet,
ist vom Heiligen Geist.
21Sie wird einen Sohn gebären;
ihm sollst du den Namen Jesus geben;
denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
22Dies alles ist geschehen,
damit sich erfüllte,
was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
23Siehe: Die Jungfrau wird empfangen
und einen Sohn gebären
und sie werden ihm den Namen Immánuel geben,
das heißt übersetzt: Gott mit uns.
24Als Josef erwachte,
tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte,
und nahm seine Frau zu sich.
25Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar.
Und er gab ihm den Namen Jesus.

Glaubensbekenntnis

Zu den Worten hat Fleisch angenommen bzw. empfangen durch den Heiligen Geist knien alle.

Fürbitten

Zur Eucharistiefeier   Jesus, in der Eucharistie darf ich Gemeinschaft mit dir haben, und gleichzeitig mit allen, die auf dein Kommen warten. Du bist die Erfüllung meiner größten Sehnsucht, auch wenn mir das nicht immer bewusst ist. Ich danke dir, dass du der „Gott mit uns“ bist.

Gabengebet

Herr, unser Gott,
mit der Menschwerdung deines Sohnes
hat unsere Rettung begonnen.
Nimm diese Gaben an
und mache uns durch diese Opferfeier bereit
für das Geheimnis der Heiligen Nacht,
in der wir den Ursprung unserer Erlösung
festlich begehen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Weihnachtspräfation

In den Hochgebeten I–III eigener Einschub

KommunionversVgl. Jes 40, 5

Die Herrlichkeit des Herrn wird offenbar,
und alle Menschen erfahren Gottes Heil.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
gib uns Anteil am göttlichen Leben
durch die Menschwerdung deines Sohnes,
dessen Fleisch und Blut
wir im Sakrament empfangen haben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Die Freude

Gott lässt sich finden
von denen, die ihn aufrichtig suchen;
er kommt bei denen an,
die ihn mit Sehnsucht und Freude erwarten.

 

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