Schott Tagesliturgie

25. Juli

Hl. Jakobus

Apostel

Fest

 

Jakobus, Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome, war der ältere Bruder des Apostels Johannes. In den Evangelien fallen die beiden Zebedäussöhne wiederholt auf. Wegen ihres ungestümen Temperaments (vgl. Lk 9,52-54) hat Jesus sie „Donnersöhne“ genannt (Mk 3,17). Jakobus war Zeuge der Verklärung Jesu und auch seines Gebets am Ölberg. Als Erster der Zwölf erlitt er den Märtyrertod; König Herodes Agrippa I. ließ ihn ums Jahr 44 mit dem Schwert hinrichten. Nach alter spanischer Überlieferung soll sein Leib in Santiago de Compostela begraben sein.

 

 

Eröffnungsvers

Mt 4, 18.21

Als Jesus am See von Galiläa entlangging,

sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes,

die ihre Netze herrichteten; und er berief sie.

 

Ehre sei Gott

 

 

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott,

als Erster der Apostel hat der heilige Jakobus

das Zeugnis für Christus

mit seinem Blut besiegelt.

Sein Bekennermut stärke uns,

seine Fürbitte erwirke deiner Kirche

Schutz und Sicherheit.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Zur Lesung Gottes Herrlichkeit ist in der Welt sichtbar geworden im menschgewordenen Sohn, dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Tod, Auferstehung und Herrlichkeit: auf diesen Weg ist auch der Jünger gestellt, der das Evangelium verkündet. Die Wirkung des Evangeliums kommt nicht von dem Menschen, der es verkündet, nicht von dem „zerbrechlichen Gefäß“ (2 Kor 4,7). Mehr als andere hat Paulus die Not und Ohnmacht des christlichen Predigers erfahren. Und wie ihm, so geht es jedem, der wirklich Christus predigt (deshalb das „wir“ in 4,7). Auf diese Weise wird klar, dass der Erfolg allein das Werk Gottes ist. In der Todesgemeinschaft mit Christus dient der Apostel dem Leben. Dieser Dienst erreicht sein Ziel in der Danksagung der Vielen, die ebenso wie der Apostels selbst mit Christus zum Leben auferstehen.  -  Zu 4,7-12: 1 Kor 1,26-31; 2 Kor 1,8-9; 1 Kor 4,9-13; Röm 8,17-36; Phil 3,10. - Zu 4,13-15: Ps 116,10; Röm 8,11.

 

 

ERSTE Lesung

2 Kor 4, 7-15

Immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Brüder!

7Den Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi tragen wir Apostel in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt.

8Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht;

9wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet.

10Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird.

11Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird.

12So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht.

13Doch haben wir den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben, und darum reden wir.

14Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch vor sein Angesicht stellen wird.

15Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen, Gott zur Ehre.

 

 

Antwortpsalm

Ps 126 (125), 1-2b.2c-3.4-5.6 (R: 5)

          R Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. - R

(GL neu 443 oder 69, 1)

1        Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,

I. oder IX. Ton

          da waren wir alle wie Träumende.

2ab    Da war unser Mund voll Lachen

          und unsere Zunge voll Jubel. - (R)

2cd    Da sagte man unter den andern Völkern:

          „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“

3        Ja, Großes hat der Herr an uns getan.

          Da waren wir fröhlich. - (R)

4        Wende doch, Herr, unser Geschick,

          wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.

5        Die mit Tränen säen,

          werden mit Jubel ernten. - (R)

6        Sie gehen hin unter Tränen

          und tragen den Samen zur Aussaat.

          Sie kommen wieder mit Jubel

          und bringen  ihre Garben ein. - R

 

 

Ruf vor dem Evangelium

Vers: vgl. Joh 15, 16

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr Frucht bringt

und dass eure Frucht bleibt.

Halleluja.

 

 

Zum Evangelium Auf die Ankündigung Jesu, er werde nach Jerusalem hinaufgehen, dort ausgeliefert und umgebracht werden (Mt 20,17-19: 3. Leidensankündigung), reagieren die Jünger auf eine unerwartete Weise Mt 20,20-28). Lukas bemerkt auch, dass sie vom Gesagten nichts verstanden hatten (18,34). Sie denken an die Verheißung Jesu, dass seine Jünger auf zwölf Thronen sitzen werden, um die zwölf Stämme Israels zu richten (Mt 19,28), und so bitten die Zebedäus-Söhne darum, bei diesem Gericht die ersten Beisitzer zu sein. Die Antwort Jesu ist zugleich Abweisung und Einladung. Das Sitzen auf Thronen ist nicht aktuell; zuerst sollen die Jünger mit Jesus den Leidensweg gehen; sie sollen dienen, nicht herrschen. Jesus selbst versteht seinen Weg als Dienst des „Knechtes“, der für die Vielen, d. h. für alle, sein Leben hingibt. - Mk 10,32-40; Lk 18,31-33; Jes 53; Dan 7,9-27; Weish 2,12-20; Lk 22,24-27.

 

 

Evangelium

Mt 20, 20-28

Ihr werdet meinen Kelch trinken

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit

20kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte.

21Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen.

22Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es.

23Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat.

24Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder.

25Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen.

26Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein,

27und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein.

28Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

 

 

Fürbitten

Zu Jesus Christus, für den der Apostel Jakobus sein Leben hingab, beten wir:

Stärke dein Volk im Glauben, den die Apostel verkündet haben.

A.: Herr, erhöre uns.

Lass die Mächtigen erkennen, dass sie dem Wohl aller Menschen dienen sollen.

Steh allen Menschen bei, die einen Leidensweg gehen.

Geleite unsere Verstorbenen an das Ziel ihres Lebens.

Allmächtiger Gott, du hast deinem Sohn den Platz zu deiner Rechten zugeteilt. Lass uns in das Reich der Herrlichkeit gelangen durch ihn, Christus, unseren Herrn.     A.: Amen.

 

 

Gabengebet

Herr, unser Gott,

nimm unser Opfer gnädig an

und tilge unsere Schuld durch das Leiden,

das dein Sohn

als bittere Taufe auf sich genommen hat.

Denn seinen Tod verkünden wir

am Fest des heiligen Jakobus,

der als Erster unter den Aposteln

den Kelch des Leidens

mit unserem Herrn Jesus Christus geteilt hat,

der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

 

Präfationen von den Aposteln

 

 

Kommunionvers

Vgl. Mt 20, 22-23

Sie tranken den Kelch des Herrn und sind Freunde Gottes geworden.

 

 

Schlussgebet

Herr, unser Gott,

am Fest des Apostels Jakobus

haben wir die heilige Gabe empfangen.

Höre auf seine Fürsprache:

Geleite uns auf der Pilgerschaft unseres Lebens

und führe uns zur Vollendung.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Feierlicher Schlusssegen

Von den Aposteln

Der allmächtige Gott segne euch durch unseren Herrn Jesus Christus, der seine Kirche auf das Fundament der Apostel gegründet hat. (A.: Amen.)

Der heilige Apostel Jakobus hat mit Freimut das Evangelium Christi verkündet; Gott stärke euch durch seine Botschaft zum Zeugnis für die Wahrheit. (A.: Amen.)

Das Beispiel der Apostel festige euch im Glauben, ihre Fürspra­che geleite euch zur ewigen Heimat. (A.: Amen.)

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist. A.: Amen.

V.: Gehet hin in Frieden.

A.: Dank sei Gott, dem Herrn.

 

Schott Tagesliturgie

 

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