Schott Tagesliturgie
Montag
20
Mai 2013
- Pfingstmontag
- Hl. Bernhardin von Siena
- Lesejahr: CI, StB: III. Woche
Pfingstmontag
C
Der Ort, wo der Geist Gottes
spricht und handelt, ist vor allem die Kirche, konkret: die hier und jetzt
versammelte Gemeinde. Er schafft in der Gemeinde die Einheit, er gibt die
Freude zum gemeinsamen Beten und Singen, er hilft uns zu einem glaubwürdigen
christlichen Leben. Eine Gemeinde kann sich, ebenso wie der einzelne Mensch,
dem Wirken des Geistes öffnen oder sich ihm in starrer Unbeweglichkeit
verschließen. „Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder
Gottes.“
Eröffnungsvers Offb 1, 5-6
Christus liebt uns
und hat uns durch sein Blut befreit von unseren
Sünden;
er hat uns die Würde von Königen gegeben
und uns zu Priestern gemacht
für den Dienst vor seinem Gott und Vater.
Halleluja.
Tagesgebet
Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,
im Neuen Bund
berufst du aus allen Völkern dein Volk
und führst es zusammen im Heiligen Geist.
Gib, dass deine Kirche ihrer Sendung treu bleibt,
dass sie ein Sauerteig ist für die Menschheit,
die du in Christus erneuern
und zu deiner Familie umgestalten willst.
Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
1. Lesung Apg 19, 1b-6a
Habt ihr den Heiligen Geist
empfangen, als ihr gläubig wurdet?
Lesung aus der Apostelgeschichte
1bPaulus kam nach Ephesus hinab.
2Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den
Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir
haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.
3Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn
getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes.
4Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr
getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme:
an Jesus.
5Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen
Jesu, des Herrn, taufen.
6aPaulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige
Geist kam auf sie herab.
Oder:
1. Lesung Joel 3, 1-5
Ich werde meinen Geist
ausgießen über meine Knechte und Mägde
Lesung aus dem Buch Joel
1Danach aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist
ausgieße über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure
Alten werden Träume haben, und eure jungen Männer haben Visionen.
2Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist
ausgießen in jenen Tagen.
3Ich werde wunderbare Zeichen wirken am Himmel und
auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchsäulen.
4Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der
Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und schreckliche Tag.
5Und es wird geschehen: Wer
den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Denn auf dem Berg Zion und in
Jerusalem gibt es Rettung, wie der Herr gesagt hat, und wen der Herr ruft, der
wird entrinnen.
Antwortpsalm Ps
145 (144), 2-3.4-5.8-9.10-11.15-16 (R: 1b)
R
Deinen Namen will ich (GL
231, 6 oder 531, 4)
meinen Brüdern verkünden. - R
Oder: Halleluja. - R
2 Ich will dich preisen Tag für Tag VII. Ton
und deinen Namen loben immer und ewig.
3 Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist
unerforschlich. - (R)
4 Ein Geschlecht verkünde dem andern den
Ruhm deiner Werke
und erzähle von deinen gewaltigen
Taten.
5 Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner
Hoheit reden;
ich will deine Wunder besingen. - (R)
8 Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
9 Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen
Werken. - (R)
10 Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
11 Sie sollen von der Herrlichkeit deines
Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht. - (R)
15 Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen Speise zur rechten
Zeit.
16 Du öffnest deine Hand
und sättigst alles, was lebt, nach
deinem Gefallen. - R
2. Lesung Röm 8, 14-17
Ihr habt den Geist
empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die
Römer
14Denn alle, die sich vom
Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.
15Denn ihr habt nicht einen
Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch
fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen
macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!
16So bezeugt der Geist selber
unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
17Sind wir aber Kinder, dann
auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm
leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.
Ruf aus dem
Evangelium
Zum Vers Komm, Heiliger Geist
... knien alle.
Halleluja.
Halleluja.
Komm,
Heiliger Geist,
erfülle
die Herzen deiner Gläubigen,
und
entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.
Halleluja.
Zum Evangelium In Gott selbst ist der Geist die einigende
und treibende Kraft. Der Geist, d. h. die Liebe allein kann Gott dazu bewegen,
seinen Sohn in die Welt zu senden: in eine Welt, die nicht die Liebe, sondern
den Zorn Gottes verdient (soweit man darüber in menschlicher Denk- und
Schreibweise überhaupt etwas aussagen kann). „Welt“ ist ein Wort, das im
Evangelium Verschiedenes bezeichnen kann: es kann die ganze von Gott
geschaffene und geliebte Welt meinen (Joh 17, 5.24) oder die Welt der Menschen,
die bewohnte Erde (17, 25; 16, 21); häufig ist es die „Welt“, die sich von Gott
abgewandt hat, also die gottferne und verlorene Menschheit, die sich dem Licht
verschließt und auch die Jünger Jesu hasst, weil er sie aus der Welt
herausgenommen hat(17, 14). Dass Gott diese Welt retten will und dafür das
Höchste einsetzt, was er einsetzen kann, ist das Wunder seiner Liebe.
Evangelium Joh 3, 16-21
Gott hat seinen Sohn in die
Welt gesandt, damit die Welt durch ihn gerettet wird
+ Aus dem heiligen Evangelium
nach Johannes
16Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er
seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde
geht, sondern das ewige Leben hat.
17Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
18Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht
glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes
nicht geglaubt hat.
19Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht
kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht;
denn ihre Taten waren böse.
20Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt
nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
21Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit
offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.
Zur Eucharistiefeier Die Teilnahme an dem einen Brot macht uns zu
dem einen Leib Christi. Das hat Folgen für unser Zusammenleben im Alltag. Dem
Bruder und der Schwester begegnen heißt von nun an: Christus selbst begegnen.
Gabengebet
Gott, unser Vater,
nimm unsere Gaben an,
in denen das Opfer deines Sohnes
gegenwärtig wird.
Aus seiner Seitenwunde
ist die Kirche hervorgegangen
als Werk des Heiligen Geistes.
Lass sie ihren Ursprung nie vergessen,
sondern daraus in dieser Feier
Heil und Leben schöpfen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Präfation
Einheit der Dreifaltigkeit und
Einheit der Kirche
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dein Erbarmen zu rühmen. Die Sünde hatte die Menschen von dir getrennt, du
aber hast sie zu dir zurückgeführt durch das Blut deines Sohnes und die Kraft
deines Geistes. Wie du eins bist mit dem Sohn und dem Heiligen Geist, so ist
deine Kirche geeint nach dem Bild des dreieinigen Gottes. Sie ist dein heiliges
Volk, der Leib Christi und der Tempel des Heiligen Geistes zum Lob deiner
Weisheit und Liebe. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns
mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
Kommunionvers Joh
16, 13
Wenn der Geist der Wahrheit kommt,
wird er euch in die volle Wahrheit einführen.
Halleluja.
Schlussgebet
Herr, du hast uns gestärkt
durch das Sakrament deines Sohnes.
Mache das Werk deiner Kirche fruchtbar
und enthülle durch sie den Armen
das Geheimnis unserer Erlösung;
denn die Armen hast du vor allen dazu berufen,
Anteil zu haben an deinem Reich.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Oder:
Gütiger Gott,
bewahre dem Volk der Erlösten
deine Liebe und Treue.
Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet,
sein Geist, der von dir ausgeht,
führe uns den rechten Weg.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Gebet um Hoffnung
Lieber himmlischer Vater, nun bitten wir
dich,
dass du uns allen deinen heiligen Geistes gebest,
immer wieder,
damit er uns erwecke, erleuchte, ermutige und
fähig mache,
den kleinen und doch so großen Schritt zu wagen:
aus dem Trost, mit dem wir uns selbst trösten
können, heraus,
und hinein in die Hoffnung auf dich.
Kehre du uns von uns selbst weg zu dir hin.
Zeige uns, wie herrlich di bist und wie herrlich
es ist,
dir vertrauen und gehorchen zu dürfen. (K. Barth)
